„As what?“ ist eine informelle englische Rückfrage nach der Rolle oder Beziehung einer Person – nicht nach einem Grund. Wer den Unterschied zu „what for?“ und „for what?“ kennt, versteht Dialoge in Serien und im Alltag sofort.

Was bedeutet „As what?“ eigentlich?

Wer „as what?“ googelt, verfolgt meist zwei ganz unterschiedliche Ziele. Die einen sind Lernende, die diesen kurzen, umgangssprachlichen Ausdruck aus Gesprächen oder Serien aufgeschnappt haben und wissen wollen, was er bedeutet. Die anderen beschäftigen sich mit der Grammatik und wollen die vielen Verwendungsweisen von „as“ verstehen. Der Ausdruck selbst ist informell und hängt stark vom Kontext ab, „as“ dagegen zählt als grammatisches Wort zu den wichtigsten Funktionswörtern des Englischen. Diese Doppelnatur erklärt auch, warum dieselben zwei Wörter je nach Situation freundlich, spöttisch oder wie eine ernst gemeinte Nachfrage klingen können.

Am 11. November 2019 hat eine japanische Lernende auf der Sprachlernplattform HiNative die Frage „What does As what? mean?“ gestellt. Sie hatte die Ausdrücke in einem Drama gehört und wollte wissen, worin sich „As what?“, „For what?“ und „What for?“ unterscheiden. In einer der Antworten wird „as what“ als Slang beschrieben, dessen Bedeutung stark vom Kontext abhängt. Dort findet sich auch folgendes Beispiel: Mädchen unterhalten sich über einen Typen und fragen „as what“ – gemeint ist damit so etwas wie: Was ist er für dich, und wie würdest du eure Beziehung definieren?

Reverso zufolge bedeutet „as what“ einfach „in der Rolle oder Funktion von etwas“. Der Kern ist damit klar: Es geht um eine Position, eine Zuständigkeit oder eine Beziehung – und nicht um einen Zweck. Wer diesen Unterschied einmal verstanden hat, kann die Wendung in Dialogen deutlich schneller richtig einordnen.

As what, what for und for what: Wo liegt der Unterschied?

Die drei Wendungen klingen zwar ähnlich, meinen aber ganz unterschiedliche Dinge. „As what?“ fragt nach einer Rolle oder Funktion, während „what for?“ und „for what?“ auf einen Grund oder Zweck abzielen. Im alltäglichen Sprachgebrauch sind „what for“ und „for what“ laut vielen Lernenden im Grunde austauschbar. Ein typisches Beispiel: Jemand erzählt „I use a face mask every night“, und die Rückfrage kommt prompt – „What for?“, also: wozu eigentlich, aus welchem Grund?

Diese Übersicht ist als kleine Entscheidungshilfe gedacht: Sie soll dir helfen, die drei Muster im Gespräch schnell auseinanderzuhalten. Gerade wenn es darum geht, Rolle und Grund direkt gegenüberzustellen, lässt sich damit gut arbeiten – auch als Merkhilfe vor einer Prüfung.

WendungFrage nachBeispiel
As what?Rolle, Funktion, Beziehung„He helps her.“ – „As what?“ (als was?)
What for?Grund, Zweck„I use a face mask every night.“ – „What for?“
For what?Grund, Zweck (wie „what for“)„For what?“ als Nachfrage nach dem Anlass

Ein wichtiger Punkt aus den HiNative-Antworten: „What“ allein ist meist einfach eine Frage – kann aber auch Überraschung ausdrücken („What!!“) oder eben „Was ist das?“ heißen. „What for“ dagegen fragt nach dem Warum. Wenn man „as what“ mit „what for“ verwechselt, fragt man im Gespräch nach dem falschen Aspekt – und genau das passiert Lernenden ziemlich häufig.

„As“ als Präposition: Rollen und Zwecke beschreiben

Laut dem Cambridge Dictionary (English Grammar Today) ist „as“ entweder eine Präposition oder eine Konjunktion. Als Präposition tritt „as“ zusammen mit einem Nomen auf und beschreibt die Rolle oder den Zweck einer Person oder Sache. Das Wörterbuch nennt dafür einige Beispiele: „I worked as a waiter when I was a student“, „The Daily Telegraph appointed Trevor Grove as its Sunday editor“ oder auch „Internet shopping is seen as a cheaper alternative to shopping on the high street“. Und ein Sarong wiederum „can be used as a beach towel, wrap, dress or scarf“.

Genau das erklärt auch die Diskussion im Subreddit r/EnglishLearning: „what as“ funktioniert nur, weil es im Ausdruck „work as“ steckt – man versteht es also als Kurzform von „What (do you work) as?“. Die Präposition trägt dabei die eigentliche Rolleninformation, das Fragewort holt nur den Teil heraus, der noch fehlt.

Cambridge weist außerdem auf einen Fehler hin, der wirklich oft vorkommt: „as + Nomen“ darf man nicht verwenden, wenn man „ähnlich wie“ meinen will. Wer eine Ähnlichkeit ausdrücken möchte, greift zu „like + Nomen“ – es heißt also „It’s almost like a real beach“ und nicht „as a real beach“. Klingt harmlos, ist es aber nicht: Gerade deutschsprachige Lernende tappen hier immer wieder in dieselbe Falle, und wer sich diese eine Regel einprägt, hat schon einen der typischsten Fehler hinter sich gelassen.

„As“ als Konjunktion: Zeit, Grund und Art und Weise

„As“ kann als Konjunktion ganz unterschiedliche Sachen bedeuten, und genau das macht es für Lernende oft knifflig. Cambridge führt zum einen die Bedeutung „during the time that“ an, also „während“ – im Beispiel „They arrived as we were leaving“. Zum anderen kann „as“ aber auch einen Grund ausdrücken, ähnlich wie „because“ (weil): „I went to bed at 9 pm as I had a plane to catch at 6 am“. Und dann gibt es noch die Variante „in the way that“, also „so wie“, die man in Sätzen wie „As the forecast predicted, the weather was dreadful“ oder „She arrived early, as I expected“ findet. Drei recht verschiedene Funktionen, die alle unter demselben kleinen Wörtchen laufen.

Ein weiterer wichtiger Gebrauch betrifft zwei Ereignisse, die gleichzeitig ablaufen, meist mit einer einfachen Verbform: „As the show increases in popularity, more and more tickets are sold daily.“ Der Vergleich mit „when“ zeigt den Unterschied: „When you get older, moving house gets harder“ beschreibt eine Abfolge, während „As you get older, moving house gets harder“ den gleichzeitigen, begleitenden Verlauf betont.

VOA Learning English erklärte am 26. Januar 2024 in „Meanings of ‚As‘“ einen Satz über die Golden Globes: „And the comedy ‚Poor Things‘ upset summer hit ‚Barbie,‘ as Hollywood threw its biggest party since labor disputes shut down much of show business last year.“ Hier verbindet „as“ als Subordinator zwei Teilsätze, ergänzt Informationen und zeigt, dass beide Ereignisse gleichzeitig stattfanden – nämlich bei den Golden Globes Anfang des Monats.

VOA nennt weitere Funktionen: „as“ kann einen Grund angeben („I don’t need to write it down, as I trust myself“), auf einen zukünftigen Zeitpunkt verweisen („As you’re coming to the station, you’ll see a pub in front of you“) und tritt häufig in längeren Wendungen wie „as long as“, „as soon as“ und „as far as“ auf. Zudem kann es Präposition, Teil eines präpositionalen Verbs oder Bestandteil von Vergleichen mit Adjektiven und Adverbien sein. Das Collins Dictionary listet für das amerikanische Englisch 32 Bedeutungen von „as“ – ein Beleg dafür, wie flexibel dieses kleine Wort ist.

Häufige Fehler: as, like und such as richtig trennen

Drei Verwechslungen tauchen bei Lernenden immer wieder auf. Erstens: Für Ähnlichkeit steht „like“, nicht „as“. Zweitens: Um Beispiele einzuführen, verwendet man „such as“, nicht „as“ allein – Cambridge warnt ausdrücklich davor, „as“ ohne „such“ für Beispiele zu nutzen. Richtig ist etwa „gifts such as flowers and fruit“. Drittens: „as“ und „while“ sind nicht deckungsgleich, wenn eine Handlung zuerst geschieht und die zweite folgt.

Ein vierter Stolperstein betrifft feste Wendungen. „The same as“ beschreibt identische Dinge, zum Beispiel „Your jacket is the same colour as mine.“ Die Kombinationen „as long as“, „as soon as“ und „as far as“ haben jeweils eigene Bedeutungen und lassen sich nicht wörtlich aus dem Deutschen übertragen. Wer sie als feste Bausteine lernt, spart sich viele Fehlversuche.

Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Abgrenzungen zusammen und eignet sich als schnelle Wiederholung vor dem nächsten Gespräch oder Text.

StrukturFunktionKorrektes Beispiel
as + NomenRolle oder ZweckI worked as a waiter.
like + NomenÄhnlichkeitIt’s almost like a real beach.
such asBeispiele einführengifts such as flowers and fruit
the same asIdentität vergleichenthe same colour as mine

Alltagsbeispiele und schnelle Übungstipps

Wer die Wendungen sicher unterscheiden will, geht am besten in fünf Schritten vor. Zuerst klärt man, ob die Frage auf eine Rolle zielt („as what“) oder auf einen Grund („what for“ / „for what“). Danach trennt man für das Grammatikstudium die präpositionale Verwendung mit Nomen von den konjunktionalen Verwendungen für Zeit, Grund und Art und Weise. Anschließend prüft man, ob eigentlich Ähnlichkeit gemeint ist – dann wechselt man zu „like“. Danach kontrolliert man, ob Beispiele eingeführt werden – dann heißt es „such as“. Zum Schluss übt man die festen Wendungen „as long as“, „as soon as“ und „as far as“ in eigenen Sätzen.

Ein Praxisbeispiel aus dem Alltag: Jemand sagt „She helps him with the project.“ Die Rückfrage „As what?“ zielt darauf, in welcher Rolle sie das tut – als Kollegin, Beraterin oder Freundin. Fragt man dagegen „What for?“, will man den Grund wissen. Diese Unterscheidung ist der schnellste Weg, die drei Wendungen auseinanderzuhalten.

Grenzen der Wendung: „As what?“ gilt als Slang, und seine Bedeutung hängt stark vom Kontext ab. Ohne Situation ist kaum zu entscheiden, ob die Frage ernst, spöttisch oder scherzhaft gemeint ist. Cambridge weist zudem darauf hin, dass der eigene Grammatikleitfaden nicht vollständig ist und redaktionelle Änderungen nicht immer erklärt werden. VOA betont, dass es über die behandelten Fälle hinaus noch viele weitere Verwendungen von „as“ gibt. Wer diese Vorbehalte kennt, bleibt bei der Interpretation flexibel.

Wie lernt man „as“ systematisch und dauerhaft?

Ein strukturierter Lernplan hilft mehr als das Auswendiglernen einzelner Sätze. Zunächst unterscheidet man die Wortart: Präposition oder Konjunktion. Danach ordnet man jedes Beispiel einer Funktion zu – Rolle, Zeit, Grund, Art und Weise oder Vergleich. Anschließend notiert man die festen Wendungen separat, weil sie sich nicht aus den Einzelteilen erschließen lassen. Zum Schluss schreibt man eigene Sätze mit „as“, „like“ und „such as“ und prüft sie gegeneinander.

Für die tägliche Praxis eignen sich Serien und Nachrichten: Beim Hören notiert man jede „as“-Verwendung und markiert, ob sie eine Rolle, eine Zeitgleichheit, einen Grund oder einen Vergleich ausdrückt. Nach wenigen Wochen entsteht so ein Gefühl für die typischen Muster. Wer zusätzlich die Beispielsätze aus dem Cambridge Dictionary und die Erklärungen von VOA Learning English durchgeht, deckt die wichtigsten Standardfälle ab.

Sprachlernende sollten außerdem zwischen geschriebener und gesprochener Sprache unterscheiden. „As what?“ begegnet einem vor allem in informellen Dialogen, während „as“ als Präposition und Konjunktion in formellen Texten allgegenwärtig ist. Beide Register getrennt zu üben, verhindert, dass umgangssprachliche Wendungen in formelle Texte rutschen – ein häufiges Problem bei fortgeschrittenen Lernenden.

Häufige Fragen zu „As what?“ und der Grammatik von „as“

Was bedeutet „as what?“ auf Deutsch?

„As what?“ ist eine informelle englische Rückfrage nach der Rolle, Funktion oder Beziehung einer Person. Auf Deutsch entspricht es ungefähr „als was?“ oder „in welcher Eigenschaft?“. Die Bedeutung hängt stark vom Kontext ab, sodass dieselben zwei Wörter je nach Situation wie eine ernste Nachfrage, ein Scherz oder eine Herausforderung klingen können.

Was ist der Unterschied zwischen „as what?“, „what for?“ und „for what?“

„As what?“ fragt nach einer Rolle oder Funktion, also danach, in welcher Eigenschaft jemand etwas tut. „What for?“ und „for what?“ fragen dagegen nach einem Grund oder Zweck und sind im Alltag im Wesentlichen austauschbar. Beispiel: Auf „I use a face mask every night“ folgt die Rückfrage „What for?“ – gemeint ist: wozu?

Wann verwendet man „as“ als Präposition?

Man verwendet „as“ mit einem Nomen, um die Rolle oder den Zweck einer Person oder Sache zu bezeichnen, etwa in „I worked as a waiter when I was a student“ oder „It can be used as a beach towel“. Für Ähnlichkeit steht dagegen „like“, nicht „as“ – also „It’s almost like a real beach“ und nicht „as a real beach“.

Was bedeutet „as“ als Konjunktion?

Als Konjunktion kann „as“ „während“ oder „als“ für gleichzeitige Ereignisse bedeuten, „weil“ für Grund und Ergebnis oder „so wie“ für die Art und Weise. Beispiele sind „They arrived as we were leaving“ und „I went to bed at 9 pm as I had a plane to catch“. Zusätzlich tritt „as“ in festen Wendungen wie „as long as“, „as soon as“ und „as far as“ auf.