Relay-Angriffe umgehen die schlüssellose Zentralverriegelung in Sekunden – oft ohne Spuren. Wer Funkschlüssel abschirmt, die Software aktuell hält und die Schwachstellen seines Modells kennt, senkt das Risiko deutlich.
Was ist Keyless-Car-Entry-Relay-Diebstahl?
Beim Keyless-Car-Entry-Relay-Diebstahl machen sich Täter die schlüssellose Zugangs- und Startfunktion zunutze – kurz PKES (Passive Keyless Entry and Start) – und das, ohne den Schlüssel überhaupt anfassen zu müssen. Bei einem Relay-Angriff wird die Funkverbindung zwischen Auto und Schlüssel abgefangen und weitergeleitet, sodass beide Seiten denken, sie lägen nur ein paar Zentimeter auseinander. Das Fahrzeug entriegelt sich, der Motor springt an – obwohl der Schlüssel gemütlich im Haus oder in der Jackentasche des Besitzers steckt. Laut Locksmiths.co.uk sind manche dieser Diebstähle in gerade einmal 20 bis 30 Sekunden erledigt, die Polizei berichtet sogar von Fällen unter zwei Minuten. Und laut der Crime Survey geht inzwischen fast zwei Drittel aller Autodiebstähle auf das Konto von Keyless-Methoden (Buckingham Insurance, 1. Oktober 2025).
Wie funktioniert ein Relay-Angriff Schritt für Schritt?
Ein Relay-Angriff ist kein Zufallstreffer, sondern läuft nach einem eingespielten Muster ab – zwei Täter, zwei Geräte, die sich gegenseitig die Signale zuspielen. Der eine postiert sich mit einem Transmitter in der Nähe des Funkschlüssels, zum Beispiel vor der Haustür, während der Besitzer nichtsahnend auf dem Sofa sitzt, und fängt das schwache Signal des Schlüssels ab. Das wird verstärkt und per Funk an den Komplizen weitergegeben. Der zweite wartet am Auto und schickt das empfangene Signal über einen Emulator ans Fahrzeug, der diesem einen echten Schlüssel vorgaukelt. Daraufhin bekommt das Auto ein gültiges Signal, entriegelt die Türen und gibt die Zündung frei – für die Bordelektronik sieht das aus wie ein ganz normaler Annäherungsvorgang. Dass das nicht nur Theorie ist, hat die University of Birmingham schon 2018 gezeigt, als Forscher einen solchen Angriff auf Keyless-Entry-Systeme vorführten. In der Praxis schlagen die Täter an zwei typischen Orten zu: in Einfahrten, wo sie das Signal aus dem Haus abgreifen, oder auf Parkplätzen, wo einer dem Besitzer unauffällig in ein Geschäft folgt und das Signal an einen Komplizen am Auto weiterleitet.
| Phase | Ablauf | Beteiligtes Gerät |
|---|---|---|
| 1. Signalabgriff | Täter A fängt das Funksignal des Schlüssels ab | Transmitter nahe Schlüssel |
| 2. Weiterleitung | Signal wird verstärkt und an das Fahrzeug übertragen | Relay-Verstärker |
| 3. Emulation | Täter B simuliert den Schlüssel am Auto | Key-Emulator |
| 4. Entriegelung | Fahrzeug erkennt gültigen Schlüssel und öffnet | PKES-System |
| 5. Start | Zündung wird freigegeben, Wegfahren möglich | Motorsteuerung |
Genau hier liegt das Problem: Das Auto prüft nur, ob überhaupt ein gültiges Funksignal in der Nähe ist – nicht aber, ob der passende Schlüssel wirklich daneben liegt. Es vertraut dem Signal, ohne die tatsächliche Entfernung zum Fob zu messen. Und diese Lücke nutzen Relay-Teams eiskalt aus: Sie überbrücken die Funkstrecke zwischen Auto und Schlüssel mit zwei Verstärkern, sodass die beiden Geräte glauben, sie seien direkt nebeneinander. Der Wagen entriegelt, der Motor springt an – obwohl der Schlüssel gemütlich im Haus liegt. Der ganze Vorgang dauert oft unter einer Minute, in manchen Fällen sogar nur 20 bis 30 Sekunden, wie Fachleute berichten. Für die Täter also ein denkbar geringes Risiko bei hoher Ausbeute.
| Was das Auto prüft | Was es nicht prüft | Konsequenz |
|---|---|---|
| Ob ein gültiges Funksignal empfangen wird | Ob der echte Schlüssel physisch nah ist | Relay-Angriff kann das Signal künstlich verlängern |
| Ob der Code zum Fahrzeug passt | Ob die Entfernung zum Fob echt ist | Auto entriegelt und startet, obwohl der Schlüssel im Haus liegt |
| – | – | Dauer des Diebstahls: oft unter einer Minute, teils 20–30 Sekunden |
Welche Autos und Funkschlüssel sind besonders gefährdet?
Prinzipiell kann es jeden Wagen treffen, der sich per Funk öffnen und starten lässt. Besonders anfällig sind Modelle, deren Schlüssel permanent sendet und dabei keine Bewegungserkennung hat. Auch ältere Autos ohne moderne Sicherungstechnik sowie Vans und Transporter, die nachts oft am Straßenrand stehen, sind bei Dieben beliebt. Das National Insurance Crime Bureau meldet für 2024 mehr als 850.000 gestohlene Pkw in den USA, die NHTSA für 2025 über 650.000. Tracker zufolge wurden 92 Prozent der binnen eines Jahres wiederbeschafften Fahrzeuge ohne Schlüssel entwendet (Leasing.com, 22. Juli 2021). Der Keyless-Diebstahl befeuert den Fahrzeugklau in den USA und Kanada und richtet in der Autoindustrie jährlich Schäden in Milliardenhöhe an (PlaxidityX, 26. Mai 2026).
Praktische Maßnahmen gegen Relay-Diebstahl zu Hause und unterwegs
Der wohl wirksamste erste Schritt: den Funkschlüssel abschirmen. Eine Faraday-Tasche oder eine Hülle mit RFID-Blocker sorgt dafür, dass das Signal gar nicht erst nach außen dringt. Leg den Schlüssel also nicht direkt neben die Wohnungstür oder ans Fenster, sondern möglichst weit weg davon, irgendwo mitten im Haus. Viele Hersteller erlauben es inzwischen sogar, die Funkverbindung des Schlüssels über Nacht komplett abzuschalten – da lohnt sich ein Blick ins Handbuch, das wissen die wenigsten. Und wenn du einen Gebrauchtwagen gekauft hast und nicht sicher bist, ob wirklich alle Schlüsselsätze dabei waren, solltest du den Schlüssel beim Hersteller oder bei einem Auto-Schlosser neu programmieren lassen.
Neben der Elektronik sollte man auch auf altbewährte Mechanik setzen: Ein Lenkradschloss oder eine Radklemme erschweren es Dieben erheblich, das Auto schnell wegzubewegen – und allein der Anblick solcher Hilfsmittel schreckt oft schon ab. Auch draußen zahlt sich Vorsorge aus: Bewegungslicht und Videoüberwachung erhöhen das Risiko für Täter, entdeckt zu werden, deutlich. Wer bereit ist, mehr Geld in die Hand zu nehmen, kann einen sogenannten Ghost-Immobiliser nachrüsten. Diese elektronische Wegfahrsperre schützt gezielt vor Schlüsselklonen, Signalstörung und Relay-Diebstahl, ist aber spürbar teurer als einfache Lösungen. Wichtig ist außerdem, die Sicherheitsupdates des Herstellers immer aktuell zu halten – entweder direkt über das Fahrzeugsystem oder über den Händler. Beim Parken gilt: Eine Garage ist die sicherste Wahl, ansonsten helfen gut beleuchtete Orte mit Kameras oder stark frequentierte Bereiche, in denen Täter leichter auffallen. Und manchmal reichen schon einfache Mittel – ein Metallbehälter wie eine Dose oder eine Werkzeugkiste kann das Funksignal des Schlüssels ebenfalls blockieren und einen Relay-Angriff so ins Leere laufen lassen.
| Maßnahme | Wirkung | Aufwand |
|---|---|---|
| Faraday-Beutel / RFID-Blocker | Blockiert Funksignal | gering |
| Schlüssel vom Hausrand fernhalten | Erschwert Abgreifen | gering |
| Funksignal nachts deaktivieren | Stoppt Aussenden | gering |
| Schlüssel neu programmieren | Entfernt fremde Codes | mittel |
| Lenkradschloss / Radklemme | Mechanische Hürde | mittel |
| Ghost-Immobiliser | Unterbindet Klonen und Relay | hoch |
| Software-Updates | Schließt Sicherheitslücken | gering |
Keinen hundertprozentigen Schutz gibt es nicht – das ist die unbequeme Wahrheit, mit der man sich beim Keyless-Diebstahl früher oder später anfreunden muss. Eine simple Faraday-Tasche oder auch nur eine Blechdose für den Schlüssel kann das Signal abschirmen, und ein mechanisches Extra wie Lenkradschloss oder Radkralle kostet die Täter wertvolle Sekunden. Entscheidend ist aber, dass man das nicht als einzelne Puzzleteile begreift, sondern als Paket – ähnlich wie bei der Haustür: Ein gutes Schloss nützt wenig, wenn daneben die Fenster offen stehen. Wer Signalabschirmung, mechanische Sicherung und die neueste Software seines Fahrzeugs kombiniert, treibt den Aufwand für Diebe spürbar in die Höhe. Ein Auto, bei dem der Funkschlüssel abgeschirmt ist, ein sichtbares Lenkradschloss verbaut wurde und die aktuellen Hersteller-Updates laufen, wird für einen Relay-Angriff schlicht unattraktiv – die Täter suchen sich dann meist das Nachbarfahrzeug, das diese Hürden nicht bietet. Genau dieser Vergleich macht den Unterschied: Es geht nicht um absolute Sicherheit, sondern darum, den eigenen Wagen im Wettbewerb der leichten Ziele möglichst weit nach hinten zu schieben. Hat man das einmal verinnerlicht, wirken die einzelnen Maßnahmen nicht mehr wie lästige Pflicht, sondern wie ein kluges Zusammenspiel, das in der Praxis erstaunlich viel bringt.
| Schutzebene | Beispiel | Wirkung |
|---|---|---|
| Signalabschirmung | Faraday-Tasche, RFID-Blocker, Metallbehälter | Blockiert die Funkverbindung zwischen Schlüssel und Fahrzeug |
| Mechanische Sicherung | Lenkradschloss, Radkralle | Erhöht den Zeitaufwand und erzeugt sichtbare Abschreckung |
| Software-Aktualität | Hersteller-Updates, Bewegungssensoren, UWB | Erschwert das Kopieren oder Weiterleiten des Funksignals |
Key-Emulation und CAN-Bus-Diebstahl: Verwandte Keyless-Risiken
Neben dem klassischen Relay-Angriff gibt es weitere Methoden. Bei der Key-Emulation übernimmt ein Gerät die Funkfrequenz und gibt sich als echter Schlüssel aus; solche Geräte können als Lautsprecher oder ähnliche Gegenstände getarnt sein. Beim CAN-Bus-Diebstahl, auch Headlight Hacking genannt, verschaffen sich Täter über eine Schwachstelle wie den Scheinwerfer Zugang zum Bordcomputer, spielen falsche Befehle ein, deaktivieren die Wegfahrsperre und umgehen das Keyless-System. Anschließend fahren sie davon. Transporter und Vans können mit denselben Methoden angegriffen werden. Wer sein Modell kennt und weiß, welche Angriffsarten dokumentiert sind, kann gezielter nachrüsten.
Hersteller-Gegenmaßnahmen: Bewegungssensoren und UWB
Ford, BMW, Mercedes-Benz und Audi haben in ihre Funkschlüssel Bewegungssensoren eingebaut – eine vergleichsweise einfache, aber wirkungsvolle Idee: Solange der Schlüssel regungslos liegen bleibt, etwa über Nacht auf dem Flur oder in der Jackentasche an der Wohnungstür, stellt er das Senden von Codes ein. Genau diese Daten aber brauchen Diebe, um das Funksignal per Relay-Angriff zum Auto weiterzuleiten. Jaguar und Land Rover gehen in einigen neueren Modellen noch einen Schritt weiter und setzen auf Ultra-Wideband-Funk (UWB). Anders als herkömmliche Funksysteme überträgt UWB die Signale auf verschiedene Weise und misst zusätzlich die tatsächliche Entfernung zwischen Schlüssel und Fahrzeug – ein bloßes Weiterleiten über zwei Zwischengeräte reicht dann nicht mehr aus, weil das Auto erkennt, dass der Schlüssel gar nicht in der Nähe ist. Dadurch wird der Code deutlich schwerer zu kopieren. Das Schadenteam von Admiral berichtet, dass Relay-Diebstähle durch diese Technik zurückgegangen sind – vollständig verschwunden sind sie jedoch nicht, denn Kriminelle entwickeln ihre Methoden stetig weiter. Wer ein älteres Modell fährt, profitiert von diesen Neuerungen ohnehin nicht automatisch: Ältere Funkschlüssel lassen sich meist nicht nachträglich mit Bewegungssensorik oder UWB ausstatten. Für diese Fahrzeuge bleiben Nachrüstlösungen wie eine Werkstatt-Sperre (Ghost Immobiliser) oder bewährte mechanische Sicherungen die praktikabelste Absicherung.
Deckt die Versicherung Keyless-Autodiebstahl ab?
Admiral gibt an, dass alle seine Kfz-Versicherungspolicen Keyless-Autodiebstahl abdecken. Das klingt zunächst beruhigend, doch der Teufel steckt im Detail: Die Bedingungen unterscheiden sich je nach Anbieter und Tarif erheblich, sodass Fahrzeughalter unbedingt die eigene Police prüfen sollten. Besonders wichtig ist dabei die Frage, wie Schadensfälle ohne Einbruchsspuren behandelt werden – also genau jene Konstellation, die für den Relay-Diebstahl typisch ist, weil dabei weder Glas splittert noch ein Schloss aufgebrochen wird. Wer hier im Schadensfall auf Kulanz hofft, könnte enttäuscht werden. Erschwerend kommt hinzu, dass sich Relay-Statistiken nur schwer erheben lassen, weil viele Vorfälle gar nicht gemeldet oder von den Betroffenen nicht einmal erkannt werden. Wer sein Fahrzeug gegen Keyless-Diebstahl absichert, sollte die ergriffenen Maßnahmen deshalb sorgfältig dokumentieren – etwa Kaufbelege für Faraday-Beutel oder eine Werkstattrechnung für den Ghost-Immobiliser. So lässt sich im Ernstfall leichter nachweisen, dass man seiner Sorgfaltspflicht nachgekommen ist, was die Schadensregulierung deutlich erleichtern kann.
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Versicherungsschutz | Admiral: alle Kfz-Policen decken Keyless-Autodiebstahl ab |
| Wichtig bei der Prüfung | Umgang mit Schäden ohne Einbruchsspuren |
| Unterschiede | Je nach Anbieter und Tarif verschieden |
| Statistiklage | Relay-Vorfälle oft nicht gemeldet oder nicht erkannt |
| Empfehlung | Schutzmaßnahmen dokumentieren (Belege, Rechnungen) |
Ein Punkt, den man nicht oft genug betonen kann: Jedes Fahrzeug mit Keyless-Entry-System kommt grundsätzlich als Ziel infrage – unabhängig von Marke, Modell oder Baujahr. Signalblocker wie Faraday-Beutel und Metallbehälter sind zwar sinnvoll, doch sie senken das Risiko nur, statt es auf null zu bringen; wer den Funkschlüssel beispielsweise nur kurz aus der Tasche nimmt, gibt dem Angreifer bereits ein Zeitfenster. Und selbst das vermeintlich sichere Abschließen beim Weggehen hilft nicht zuverlässig: Ein Relay-Täter kann in diesem Moment genügend Daten abgreifen, um den Funkschlüssel zu imitieren und das Auto später zu öffnen oder zu starten. Genau deshalb reicht eine einzelne Maßnahme nicht aus. Wirksam wird der Schutz erst durch das Zusammenspiel mehrerer Ebenen – technische Absicherung, aufmerksames Verhalten im Alltag und ein passender Versicherungsschutz, der im Ernstfall einspringt.
Wie hoch ist das Risiko für mein Auto wirklich?
Das Risiko ist keine pauschale Größe, sondern setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen: Modell, Baujahr und Wohnort spielen die entscheidende Rolle. Besonders gefährdet sind Fahrzeuge mit einem Funkschlüssel, der dauerhaft sendet und keinen Bewegungssensor besitzt – solche Modelle reagieren auf Relay-Signale besonders zuverlässig. Dasselbe gilt für Autos, die in dicht besiedelten Gebieten, in Wohnanlagen mit vielen Parkplätzen oder auf stark frequentierten Parkflächen abgestellt werden, etwa vor Supermärkten oder Bahnhöfen. Dort finden Täter leichter eine Lücke, um den Funkschlüssel aus der Ferne abzugreifen. Dass Keyless-Diebstahl laut Crime Survey inzwischen fast zwei Drittel aller Autodiebstähle ausmacht, zeigt: Die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Relay-Angriffs zu werden, ist real und nicht auf exotische Luxusmodelle beschränkt. Eine ehrliche Risikoeinschätzung sollte deshalb das eigene Modell, die verfügbaren Hersteller-Updates und die persönlichen Parkgewohnheiten berücksichtigen. Wer unsicher ist, kann bei der Werkstatt oder direkt bei der Versicherung nach konkreten Schwachstellen des eigenen Fahrzeugs fragen – dort weiß man oft, welche Baujahre und Ausstattungsvarianten besonders anfällig sind.
| Risikofaktor | Erhöhtes Risiko | Geringeres Risiko |
|---|---|---|
| Funkschlüssel | sendet dauerhaft, kein Bewegungssensor | schläft nach kurzer Zeit ein, Bewegungssensor vorhanden |
| Wohnort/Parkplatz | dicht besiedelt, stark frequentiert, schlecht einsehbar | Garage, gut beleuchtet, Kameras, wenig Publikumsverkehr |
| Modell/Baujahr | ältere Keyless-Generation ohne UWB | neueres Modell mit UWB und aktuellen Updates |
Häufig gestellte Fragen zu Keyless-Autodiebstahl
Wie funktioniert ein Relay-Angriff auf ein Keyless-Auto?
Zwei Täter arbeiten zusammen. Einer steht mit einem Transmitter nahe am Funkschlüssel und fängt dessen energiearmes Signal ab. Der andere steht am Fahrzeug mit einem Gerät, das den Schlüssel imitiert. Das Auto glaubt, der Schlüssel sei nur wenige Zentimeter entfernt, entriegelt und gibt die Zündung frei. Der Diebstahl dauert oft nur 20 bis 30 Sekunden.
Wie stoppe ich am schnellsten, dass mein Funkschlüssel-Signal weitergeleitet wird?
Bewahre den Funkschlüssel außerhalb der Nutzung in einem signalblockierenden Beutel auf, etwa einem Faraday-Beutel oder RFID-Blocker. Polizei und Versicherer empfehlen zudem, Schlüssel von Türen und Fenstern fernzuhalten und die drahtlose Signalübertragung nachts abzuschalten, sofern das Fahrzeug dies unterstützt. Das reduziert die Angriffsfläche sofort.
Werden auch neuere Autos per Relay-Angriff gestohlen?
Jedes Auto mit Keyless-Entry-System kann betroffen sein, doch Hersteller haben nachgerüstet. Ford, BMW, Mercedes-Benz und Audi verbauen Bewegungssensoren, die das Senden von Codes im Ruhezustand stoppen. Jaguar und Land Rover nutzen in einigen neueren Modellen Ultra-Wideband-Funk (UWB), der schwerer zu kopieren ist. Vollständigen Schutz gibt es dennoch nicht.
Deckt die Kfz-Versicherung Keyless-Autodiebstahl ab?
Admiral erklärt, dass alle seine Kfz-Versicherungspolicen Keyless-Autodiebstahl abdecken. Die Bedingungen variieren jedoch je nach Anbieter. Prüfe die eigene Police darauf, wie Diebstahlansprüche ohne Einbruchsspuren behandelt werden. Dokumentiere Schutzmaßnahmen, um im Schadensfall den Sorgfaltsnachweis zu erleichtern.


