Drohnen-Jammer stören die Funkverbindung zwischen Drohne und Pilot und zwingen sie in den Fail-Safe-Modus. Ich erkläre Technik, Frequenzen, Rechtliches und die wichtigsten Counter-UAS-Systeme im Vergleich.

Was ist ein Drohnen-Jammer und wie funktioniert er?

Ein Drohnen-Jammer ist im Kern nichts anderes als ein Funkfrequenz-Sender, der die Verbindung zwischen Drohne und Steuerpult gezielt überlagert. Das Gerät strahlt ein kräftiges Signal auf genau jenen Frequenzen ab, die die Drohne für Steuerung, Videoübertragung und Navigation braucht – und drängt sie damit in den Fail-Safe-Modus: Rückkehr zum Startpunkt, Schweben oder Landung. Für den Piloten heißt das schlicht, dass er die Kontrolle verliert, weil das eigentliche Nutzsignal im Rauschen verschwindet. Die Störleistung fällt dabei mit dem Quadrat der Entfernung ab (1/d²). Ein Jammer, der in 3 km Entfernung mit 47 dBm sendet, erzeugt im Freiraum ein Störsignal von etwa -53 dBm – das entspricht einem J/S-Verhältnis von rund 27 dB.

Im Wesentlichen lassen sich drei Grundtypen des Jammings unterscheiden. Beim Breitband-Jamming wird ein möglichst großer Frequenzbereich mit hoher Rauschleistung überflutet, während das Spot-Jamming gezielt ein einzelnes, bekanntes Band stört. Das Sperr-Jamming wiederum kombiniert mehrere Frequenzen gleichzeitig und erfasst damit verschiedene Steuer- und Videosignale in einem Durchgang. Eine Sonderform stellt das protokollbewusste Jamming dar: Es sendet nicht einfach nur Rauschen, sondern imitiert das Originalsignal und überlagert es, um die Verbindung gezielt zu verwirren. Wichtig zu wissen ist allerdings, dass nicht jede Störung absichtlich erfolgt. In Städten sorgen WLAN, Mobiltelefone und zahllose andere Funkgeräte für unbeabsichtigte Interferenzen, die einen Drohnenflug genauso stören können wie ein echter Jammer. Genau aus diesem Grund setzen moderne Systeme auf gerichtete Antennen und eine selektive Frequenzwahl – so wird die Energie nur dorthin gebracht, wo sie tatsächlich gebraucht wird, anstatt die gesamte Umgebung zu verlärmen.

Jamming-Typ Funktionsweise Typischer Einsatz
Breitband-Jamming Hohe Rauschleistung über breite Frequenzbereiche Großflächige Störung, militärische Szenarien
Spot-Jamming Gezielte Störung eines bestimmten Bandes Bekannte Drohnenfrequenz, präzise Störung
Sperr-Jamming Kombination mehrerer Frequenzen gleichzeitig Mehrere Signalarten parallel ausschalten
Protokollbewusstes Jamming Imitiert und überlagert das Originalsignal Gezielte Verwirrung der Kommunikation

Welche Frequenzen zielen Drohnen-Jammer an?

Moderne Drohnen-Jammer arbeiten fast immer mit Multiband-Technik – und das aus gutem Grund. Kommerzielle Drohnen, allen voran die von DJI, dem mit Abstand größten Hersteller, nutzen nämlich nicht nur eine einzige Funkstrecke. Stattdessen verteilen sie Steuerung, Videoübertragung und Telemetrie gleichzeitig auf mehrere Frequenzbereiche. Wer jetzt nur ein einziges Band stört, läuft Gefahr, dass die Drohne einfach über einen Ausweichkanal weiterfliegt. Leistungsfähige Systeme decken deshalb mehrere Bänder parallel ab. Die wichtigsten Zielbänder sind 433 MHz und 900 MHz für kommerzielle und DIY-Steuerung, 1,2 GHz und 1,5 GHz für Video und Telemetrie sowie 2,4 GHz und 5,8 GHz für die primäre Command-and-Control-Verbindung – also den Kanal, über den der Pilot die Drohne tatsächlich steuert. Dazu kommen die GNSS-Bänder von GPS, GLONASS, Galileo und BeiDou, mit denen sich die Positionsbestimmung stören lässt; GNSS-Satelliten senden zwischen 1164 MHz und 1610 MHz. Ein Jammer, der zum Beispiel nur 2,4 GHz und 5,8 GHz abdeckt, gilt deshalb als unvollständig – erst die Kombination aus Steuerungs-, Video- und Navigationsbändern macht aus einem Gerät ein ernstzunehmendes Counter-UAS-Werkzeug.

Ein Jammer, der nur 2,4 GHz und 5,8 GHz abdeckt, ist schlicht zu kurz gedacht. Klar, über diese beiden Bänder läuft bei DJI- und den meisten kommerziellen Drohnen die primäre Steuerungsverbindung. Aber sobald die gestört wird, weichen viele Modelle automatisch auf Alternativfrequenzen aus oder verlassen sich auf GNSS-Signale, um Kurs und Position zu halten. Wer also nur die Hauptkanäle blockiert, riskiert, dass die Drohne munter über 433 MHz, 900 MHz, 1,2 GHz oder 1,5 GHz weiterkommuniziert oder per GPS, GLONASS, Galileo und BeiDou navigiert – die GNSS-Satelliten senden schließlich zwischen 1164 MHz und 1610 MHz. Ein wirksames Counter-UAS-Jamming muss deshalb den gesamten Bereich von 433 MHz bis 5,8 GHz plus die GNSS-Bänder abdecken. Die folgende Übersicht zeigt, welche Frequenzbereiche typischerweise zum Einsatz kommen und wofür sie jeweils stehen.

Frequenzbereich Typische Nutzung
433 MHz / 900 MHz Steuerung kommerzieller und selbstgebauter Drohnen
1,2 GHz / 1,5 GHz Videoübertragung und Telemetrie
2,4 GHz / 5,8 GHz Primäre Command-and-Control-Verbindung (DJI und die meisten kommerziellen Drohnen)
GNSS-Bänder (1164–1610 MHz) GPS, GLONASS, Galileo, BeiDou – Positions- und Navigationssignale
FrequenzbandTypische Nutzung
433 MHz / 900 MHzKommerzielle und DIY-Steuerung
1,2 GHz / 1,5 GHzVideo- und Telemetrieübertragung
2,4 GHz / 5,8 GHzPrimäre Command-and-Control-Verbindung
1164–1610 MHzGNSS-Navigation (GPS, GLONASS, Galileo, BeiDou)

Entscheidend ist also nicht nur die reine Sendeleistung, sondern auch, welche Bänder ein Jammer abdeckt – beides hängt eng zusammen. Wenn ein Gerät die relevanten Bereiche breitbandig abdeckt, also 433 MHz und 900 MHz, 1,2 GHz und 1,5 GHz sowie 2,4 GHz, 5,8 GHz und die GNSS-Bänder, steigt die Chance deutlich, dass eine Drohne tatsächlich in den Fail-Safe-Modus geht und von selbst zurückkehrt, schwebt oder landet. Genau das ist ja der Sinn eines Störsenders: Er überlagert die Funkverbindung zwischen Drohne und Steuerung so stark, dass die Befehle des Piloten einfach nicht mehr durchkommen. Je mehr Bänder gleichzeitig gestört werden, desto größer ist allerdings nicht nur die Trefferfläche, sondern auch der Kollateralschaden. So ein Gerät macht nämlich keine Ausnahme – es kann Mobilfunk, WLAN oder andere drahtlose Dienste in der Umgebung unbeabsichtigt lahmlegen und im schlimmsten Fall sogar Notrufe verhindern. Wählt man die Abdeckung dagegen zu schmal, etwa nur 2,4 GHz und 5,8 GHz, riskiert man, dass Drohnen mit GNSS-Steuerung, ältere Modelle mit 433 MHz oder DIY-Flüge mit 900 MHz völlig unbeeinflusst weiterfliegen. Deshalb gilt die Frequenzabdeckung neben der Sendeleistung als wichtigste technische Kennzahl eines Jammer-Systems – und beide Werte sollte man immer zusammen betrachten, nicht isoliert.

Frequenzband Typische Nutzung Bedeutung für den Jammer
433 MHz / 900 MHz Kommerzielle und DIY-Steuerung Ältere oder günstige Drohnen; wird oft übersehen
1,2 GHz / 1,5 GHz Videoübertragung und Telemetrie Unterbricht Bild- und Datenverbindung
2,4 GHz / 5,8 GHz Primäre Steuerung bei DJI und den meisten kommerziellen Drohnen Wichtigstes Zielband für Command-and-Control
GNSS (1164–1610 MHz) GPS, GLONASS, Galileo, BeiDou Verhindert Positionsbestimmung und Return-to-Home

Welche Arten von Drohnen-Jammern gibt es: tragbar, stationär und Hochleistung?

Tragbare Jammer – oft als Drohnen-Jammer-Gewehr, Handheld oder UAV-Radio-Blocker bezeichnet – sind für den mobilen Einsatz gedacht. Sie richten sich an Sicherheitskräfte, Militärs oder Spezialteams, die schnell auf eine einzelne Drohne reagieren müssen. Anders als bei großflächigen Störsendern feuern sie gerichtete Funkwellen auf das Ziel und unterbrechen so gezielt die Verbindung zwischen Drohne und Pilot – das Fluggerät wechselt dann in den Fail-Safe-Modus. Die Reichweite liegt je nach Modell meist zwischen 200 und 1000 Metern, wobei einige Geräte deutlich darüber hinausgehen: Der UPJ1 Handheld Drone Jammer von United UAV hat zum Beispiel ein faltbares Echtzeit-Display, und der HJ1 schafft sogar bis zu 3 km Störreichweite. In bewohnten Gebieten gelten solche Handhelds als vergleichsweise sicher, weil sie ihre Energie lokal und gerichtet abgeben. In der Praxis sind sie aber schwer zu handhaben: Der Bediener muss das Gerät präzise auf die Drohne ausrichten, oft unter Zeitdruck und während sich die Flugposition ständig ändert.

Wer Drohnen nicht nur kurz stören, sondern einen ganzen Perimeter dauerhaft absichern will, für den führen an stationären Systemen kaum Wege vorbei. Solche Anlagen werden fest an Gebäuden, Masten oder Fahrzeugen montiert und schaffen deutlich mehr Reichweite als Handgeräte. Oft steckt in ihnen beides: Erkennung und Abwehr in einer Plattform. Zuerst wird die Drohne per Radar, Funkpeilung oder Kamera identifiziert, danach setzt der Jammer gezielt dagegen. Ein gutes Beispiel ist der Dedrone DefendAir Max, der bis zu 10 Kilometer abdeckt, während Maddos-Systeme sogar bis zu 12 Kilometer erreichen und das robuste DFJ-System auf bis zu 8 Kilometer kommt. Der DedroneDefender 2 arbeitet wiederum KI-gestützt, bündelt seine Energie in einem 20-Grad-Zielkegel und verbindet Breitband- mit GNSS-Jamming, sodass er mehrere Drohnen gleichzeitig neutralisieren kann. Airsights Smart and Autonomous Jammer deckt dagegen volle 360 Grad bis 1,9 Meilen ab und lässt sich in die AirGuard-Erkennungsplattform einbinden. Ganz anders agieren Hochleistungsjammer: Sie strahlen starkes Rauschen in alle Richtungen ab, sättigen breite Frequenzbänder einschließlich RF und GPS und erzeugen so regelrechte Kommunikations-Totzonen – weshalb sie meist Kriegseinsätzen vorbehalten bleiben.

SystemTypReichweiteBesonderheit
DedroneDefender 2stationär, KI-gestütztüber 300 m20-Grad-Zielkegel, Breitband- und GNSS-Jamming, mehrere Drohnen gleichzeitig
Airsight Smart and Autonomous Jammerstationär1,9 Meilen (360 Grad)Integration in AirGuard-Erkennungsplattform
DFJstationär, robustbis 8 kmortsfeste Erkennung und Abwehr
Dedrone DefendAir Maxstationär10 km2,4/5,8 GHz, GPS L1/L2, 300 W
Maddosstationärbis 12 kmgrößte Reichweite im Vergleich

Die passende Bauform lässt sich nicht pauschal bestimmen – sie ergibt sich aus dem Einsatzprofil. Wer kritische Infrastruktur wie Flughäfen, Gefängnisse oder Umspannwerke absichern muss, legt den Schwerpunkt auf Reichweite und eine saubere Einbindung in bestehende Detektionssysteme, damit Störung und Erkennung Hand in Hand laufen. Mobile Teams, etwa Begleitkräfte oder Grenzpatrouillen, brauchen dagegen vor allem Wendigkeit: geringes Gewicht, schnelle Einsatzbereitschaft, unkomplizierte Handhabung. Dazwischen liegt ein wachsendes Segment verbrauchernaher Systeme, die per Software Defined Radio den Bereich von 300 MHz bis 6000 MHz abdecken, nach IP66 gegen Wetter geschützt sind und je nach Ausführung 5 bis 10 km Störradius erreichen – beim Spoofing sogar bis zu 20 km. Solche Werte verdeutlichen, wie breit das Angebot inzwischen gespreizt ist und wie stark sich Preis, Leistung und rechtliche Risiken unterscheiden.

Bauform Typischer Einsatz Stärke Grenze
Tragbar (Handgerät, Rucksack) Mobile Teams, Begleitschutz, schnelle Reaktion Wendig, geringes Gewicht, sofort einsatzbereit Begrenzte Reichweite, oft nur punktuelle Wirkung
Stationär Kritische Infrastruktur, feste Sperrzonen Hohe Reichweite, Integration in Detektion Ortsgebunden, aufwendige Installation
Hochleistung Militärische oder behördliche Szenarien Sehr hohe Störenergie, breite Frequenzabdeckung Gefährdet Umgebungskommunikation, rechtlich heikel

Drohnen-Jammer vs. Spoofer: Was ist der Unterschied?

Ein Jammer sendet gezielt Rauschen auf den Frequenzen, die eine Drohne für die Steuerung und Datenübertragung nutzt, und macht damit die Funksignale zwischen Drohne und Piloten unverständlich – die Verbindung bricht ab. Ein Spoofer dagegen entführt diese Funksignale, indem er kompatible, aber gefälschte Signale aussendet, die stark genug sind, um die echte Quelle zu ersetzen. Statt die Kommunikation nur zu stören, übernimmt der Spoofer die Kontrolle über die Drohne und kann sie in eine andere Richtung lenken. Kurz gesagt: Der Jammer überwältigt, der Spoofer übersteuert. Äußerlich sehen Spoofer oft wie tragbare Drohnen-Gewehre aus und werden auch ähnlich bedient, doch statt einer Störwolke greifen sie in die Kommunikationsverbindung selbst ein – dadurch lassen sich unter Umständen sogar das Kamerabild und die Flugdaten der Drohne abgreifen. Während ein Jammer also auf rohe Sendeleistung setzt, arbeitet ein Spoofer mit Nachahmung und Täuschung, was ihn technisch anspruchsvoller, aber auch heimtückischer macht.

Beide Ansätze haben Schwächen. Jammer sind in den meisten Ländern illegal, einschließlich der USA. Sie sind weniger wirksam gegen vorprogrammierte Drohnen, die ohne GPS fliegen, erreichen keine positive Kontrolle, lokalisieren weder Pilot noch Flugweg und können nahe Kommunikation wie Mobiltelefone stören – bis hin zur Verhinderung von Notrufen. Spoofer sind ebenfalls in den meisten Ländern illegal, weniger wirksam gegen Drohnen ohne GPS, lokalisieren den Piloten nicht und stören nahe GPS-Signale.

Als Gegenmaßnahmen setzen Hersteller wie Doodle Labs auf Sense-LPI/Anti-Jam-Funktionen in Mesh Rider Radios: Das System erkennt Störungen und wechselt automatisch Kanal oder Band. Eine Glasfaserverbindung zwischen Drohne und Bediener macht Drohnen weitgehend jammerresistent, ist aber nur für bestimmte Einsatzprofile praktikabel.

Sind Drohnen-Jammer legal und wer darf sie betreiben?

In den USA sind Drohnen-Jammer nach dem Communications Act von 1934 (47 U.S.C. 301, 302a, 333) illegal. Die FCC verbietet Betrieb, Vermarktung und Verkauf von RF-Jamming-Geräten. Verstöße können Bußgelder von bis zu 112.500 US-Dollar pro Vorfall und strafrechtliche Verfolgung nach sich ziehen. Nur autorisierte Regierungsstellen dürfen Jammer legal betreiben. Auch in Deutschland und vielen anderen Ländern ist der Betrieb ohne Genehmigung untersagt, weil er in den Funkverkehr eingreift und Sicherheitsdienste beeinträchtigen kann.

Wer Drohnenabwehr braucht, sollte auf legale Alternativen setzen: Detektion per Radar, RF-Sensorik und Kamera, Protokollierung von Flugdaten sowie Zusammenarbeit mit Behörden. Counter-UAS-Systeme wie DedroneTracker.AI oder AirGuard erkennen Drohnen frühzeitig und liefern Beweise, ohne selbst zu stören. Für Betreiber kritischer Infrastruktur ist das derzeit der rechtssichere Weg.

Die Marktzahlen zeigen, wie stark das Thema wächst: Der UAV-Jammer-Markt lag laut MarketsandMarkets 2026 bei 1,77 Milliarden US-Dollar und soll bis 2031 auf 5,90 Milliarden US-Dollar wachsen (CAGR 27,2 %). Research and Markets beziffert den Drohnen-Jammer-Markt 2026 auf 1,48 Milliarden US-Dollar mit Wachstum auf 2,01 Milliarden bis 2030 (8 % CAGR). Dataintelo nennt für 2024 ein globales Volumen von 1,87 Milliarden US-Dollar. Das RUSI schätzte im Mai 2023, dass ukrainische Kräfte monatlich bis zu 10.000 Drohnen verloren – hauptsächlich durch russisches Jamming.

Welche technischen Spezifikationen und Marktoptionen sind wichtig?

Bei der Bewertung von Jammer-Systemen zählen Reichweite, Sendeleistung, Frequenzabdeckung und Gewicht. Portable Jammer liegen bei 200–1000 Metern, DedroneDefender 2 bei über 300 Metern, Airsight bei 1,9 Meilen, HJ1 bei bis zu 3 km, DFJ bei bis zu 8 km, Dedrone DefendAir Max bei 10 km und Maddos bei bis zu 12 km. Verbrauchernahe Systeme bieten 5–10 km Störradius und bis zu 20 km Spoofing-Radius. Die Leistung reicht von 82 W (DJ-3017) über 120 W (Drone Killer 6) und 150 W (Drone Killer 8) bis zu 300 W (Dedrone DefendAir Max).

Die Frequenzabdeckung variiert: Drone Killer 6 deckt 433–5800 MHz ab, EAGLE 108 von Phantom Technologies 20–6000 MHz, Verbrauchersysteme mit SDR 300–6000 MHz. EAGLE 108 wiegt etwa 60 kg und misst 3 x 19 Zoll (4U, gesamt 19 Zoll x 12U). DedroneDefender 2 nutzt eine hochverstärkte Multiband-Antenne mit 20-Grad-Zielkegel. Die folgende Tabelle fasst ausgewählte Optionen zusammen.

SystemReichweiteLeistungFrequenzabdeckung
Drone Killer 6bis 1000 m120 W433–5800 MHz
Drone Killer 81000 m150 WMultiband
DJ-30171000 m82 W4 Bänder
EAGLE 108——20–6000 MHz
Dedrone DefendAir Max10 km300 W2,4/5,8 GHz, GPS L1/L2

Preislich liegen Drone Killer 6 bei etwa 2.100 US-Dollar, Drone Killer 8 bei 2.700 US-Dollar, DJ-3017 bei 2.185 US-Dollar und der PDJ-4075-Rucksack mit 5 Bändern und 1000 m Reichweite bei 7.600 US-Dollar. Diese Zahlen sind Richtwerte und können je nach Anbieter und Konfiguration abweichen. Wer ein System auswählt, sollte zuerst den rechtlichen Rahmen klären und dann Reichweite, Bandabdeckung und Integration in bestehende Detektionsplattformen abgleichen.

Wie plant man Counter-UAS jenseits von Jamming?

Jamming ist nur ein Baustein der Drohnenabwehr. Ein belastbares Counter-UAS-Konzept kombiniert Detektion, Klassifizierung, Entscheidung und Reaktion. Dedrone verbindet DedroneTracker.AI mit DedroneDefender 2, um Drohnen zunächst zu erkennen und dann gezielt zu neutralisieren. Airsight integriert den Smart and Autonomous Jammer in AirGuard. Fortem Technologies vergleicht Abfangdrohnen mit Jammern und Spoofern und zeigt, dass physische Abfanglösungen dort sinnvoll sind, wo elektronische Störung rechtlich oder technisch nicht infrage kommt.

Für Betreiber bedeutet das: Zuerst Bedrohungslage und Rechtsrahmen analysieren, dann Sensoren für RF, Radar und Optik installieren, schließlich Reaktionsoptionen definieren – von der Evakuierung über die Polizei bis hin zu genehmigten elektronischen Maßnahmen. Drohnen mit Glasfaserverbindung oder autonome Flugmodi erschweren Jamming zusätzlich. Wer heute in Counter-UAS investiert, sollte daher auf offene Plattformen setzen, die mehrere Sensoren und Reaktionswege unterstützen, statt auf ein einzelnes Störgerät.

Häufige Fragen zu Drohnen-Jammern

Die folgenden Fragen tauchen bei Lesern besonders häufig auf und lassen sich mit den oben genannten Fakten klar beantworten.

Wie funktioniert ein Drohnen-Jammer?

Ein Drohnen-Jammer ist ein Funkfrequenz-Sender, der die Kommunikationsverbindung zwischen Drohne und Bediener überlagert. Er sendet ein starkes Signal auf denselben Frequenzen, die die Drohne für Steuerung, Video und Navigation nutzt, und zwingt sie in einen Fail-Safe-Modus wie Rückkehr, Schweben oder Landung. Die Störwirkung nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab.

Sind Drohnen-Jammer in den USA legal?

Nein. Nach dem Communications Act von 1934 (47 U.S.C. 301, 302a, 333) verbietet die FCC Betrieb, Vermarktung und Verkauf von RF-Jamming-Geräten. Verstöße können Bußgelder von bis zu 112.500 US-Dollar pro Vorfall und strafrechtliche Verfolgung nach sich ziehen. Nur autorisierte Regierungsstellen dürfen Jammer legal betreiben.

Was ist der Unterschied zwischen einem Drohnen-Jammer und einem Spoofer?

Ein Jammer sendet Rauschen, um Funksignale unverständlich zu machen und die Verbindung der Drohne zu unterbrechen. Ein Spoofer entführt Funksignale, indem er kompatible Signale sendet, die stark genug sind, um die Quelle zu ersetzen, und übernimmt so die Kontrolle über die Drohne. Der Jammer überwältigt, der Spoofer übersteuert.

Welche Frequenzen zielen Drohnen-Jammer an?

Moderne Drohnen-Jammer zielen auf mehrere Bänder: 433 MHz und 900 MHz für kommerzielle und DIY-Steuerung, 1,2 GHz und 1,5 GHz für Video und Telemetrie, 2,4 GHz und 5,8 GHz für die primäre Command-and-Control-Verbindung sowie GNSS-Bänder (GPS, GLONASS, Galileo, BeiDou), um die Navigation zu stören. Ein Jammer nur für 2,4 und 5,8 GHz reicht meist nicht aus.

Häufige Fragen zu Drohnen-Jammern

Wie funktioniert ein Drohnen-Jammer?

Ein Drohnen-Jammer ist ein Funkfrequenz-Sender, der die Kommunikationsverbindung zwischen Drohne und Bediener überlagert. Er sendet ein starkes Signal auf denselben Frequenzen, die die Drohne für Steuerung, Video und Navigation nutzt, und zwingt sie in einen Fail-Safe-Modus wie Rückkehr, Schweben oder Landung. Die Störwirkung nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab.

Sind Drohnen-Jammer in den USA legal?

Nein. Nach dem Communications Act von 1934 (47 U.S.C. 301, 302a, 333) verbietet die FCC Betrieb, Vermarktung und Verkauf von RF-Jamming-Geräten. Verstöße können Bußgelder von bis zu 112.500 US-Dollar pro Vorfall und strafrechtliche Verfolgung nach sich ziehen. Nur autorisierte Regierungsstellen dürfen Jammer legal betreiben.

Was ist der Unterschied zwischen einem Drohnen-Jammer und einem Spoofer?

Ein Jammer sendet Rauschen, um Funksignale unverständlich zu machen und die Verbindung der Drohne zu unterbrechen. Ein Spoofer entführt Funksignale, indem er kompatible Signale sendet, die stark genug sind, um die Quelle zu ersetzen, und übernimmt so die Kontrolle über die Drohne. Der Jammer überwältigt, der Spoofer übersteuert.

Welche Frequenzen zielen Drohnen-Jammer an?

Moderne Drohnen-Jammer zielen auf mehrere Bänder: 433 MHz und 900 MHz für kommerzielle und DIY-Steuerung, 1,2 GHz und 1,5 GHz für Video und Telemetrie, 2,4 GHz und 5,8 GHz für die primäre Command-and-Control-Verbindung sowie GNSS-Bänder (GPS, GLONASS, Galileo, BeiDou), um die Navigation zu stören. Ein Jammer nur für 2,4 und 5,8 GHz reicht meist nicht aus.