Wer einen Signaljammer selbst baut, riskiert in den USA Bußgelder bis 112.500 US-Dollar pro Vorfall und kann Notfunk, Luftfahrt und Mobilfunknetze stören. Der Artikel erklärt Recht, Technik, Reichweiten und wer überhaupt legal stören darf.

Was ist ein selbstgebauter Signaljammer und wie funktioniert er?

Ein selbstgebauter Signaljammer überflutet einfach die Frequenzen, auf denen das Zielgerät ohnehin arbeitet – mit hochfrequentem Rauschen. Das überlagert die eigentlichen Signale von Mobilfunkmasten oder Satelliten. Beim Empfänger kommt dann nur noch Störleistung an statt des sauberen Nutzsignals, und die Verbindung reißt ab. Das ist im Grunde der ganze Trick, und genau diese simplicity macht solche Bastelprojekte so verlockend. Die Kehrseite: So ein Jammer unterscheidet nicht, ob er gerade eine unerwünschte Drohne stört oder den Notruf des Nachbarn.

So ein einfacher Selbstbau-Jammer ist technisch betrachtet gar nicht mal so anspruchsvoll. Man braucht im Kern drei Dinge: einen spannungsgesteuerten Oszillator, kurz VCO, der das eigentliche Störsignal erzeugt, einen Tuning-Schaltkreis, mit dem man die Frequenz fein nachjustieren kann, und schließlich einen HF-Verstärker, der das Signal auf die nötige Leistung bringt. In den typischen Anleitungen tauchen dann Bauteile auf wie die Widerstände R1 für die Emitterlast und R2 für die Basisvorspannung, dazu die Kondensatoren C1 bis C7, ein Transistor Q1 zur Verstärkung und eine Induktivität L1, die für die Frequenzerzeugung sorgt. Und was schon erstaunt: Diese Baupläne sind richtig detailliert. Primär- und Sekundärspule soll man identisch wickeln, eine schnelle Diode schützt den Transistor vor Spannungsspitzen, und ein großzügig dimensionierter Kühlkörper soll verhindern, dass die Schaltung heißläuft. Angeschlossen werden die Spulen mit Schrauben statt mit Lötzinn an die Flyback-Spulen, und vor dem Einbau tränkt man sie in Paraffinwachs – das verbessert Isolation und Stabilität. Bei den Drahtstärken nennen die Projekte 1 mm für die Spule und 0,1 mm für den Magnetdraht; auf der Sekundärseite entstehen damit Funken von 8 bis 9 mm Länge, was wiederum ein Netzteil mit mindestens 20 Watt voraussetzt.

KomponenteFunktion
Spannungsgesteuerter Oszillator (VCO)Erzeugt das Störsignal auf der Zielfrequenz
Tuning-SchaltkreisFeinabstimmung der Ausgangsfrequenz
HF-VerstärkerVerstärkt das Signal auf die nötige Sendeleistung
Widerstände R1, R2Emitterlast und Basisvorspannung
Kondensatoren C1–C7Filterung und Kopplung im Schaltkreis
Transistor Q1Signalverstärkung
Induktivität L1Frequenzerzeugung
Schnelle DiodeSchutz des Transistors vor Spannungsspitzen
Großer KühlkörperAbleitung der Verlustwärme

Wer glaubt, beim Abstimmen eines selbstgebauten Jammers sei es mit dem Zusammenlöten der Bauteile und ein wenig Hoffnung getan, irrt sich gewaltig. Die gängigen Anleitungen empfehlen nämlich, zunächst ein 0-10-V-Gleichspannungsvoltmeter anzuschließen und den 22-pF-Trimmer so lange zu drehen, bis das Messgerät höchstens 3 V anzeigt. Anschließend tastet man sich vorsichtig an die eigentliche Zielfrequenz heran – eine Prozedur, die Geduld und zumindest grundlegendes Verständnis für Messtechnik erfordert. In einem dokumentierten Handy-Jammer-Projekt lag diese Tuning-Frequenz übrigens bei 450 MHz. Liest man solche Werte, wird schnell klar: Das ist alles andere als Plug-and-Play, sondern echte Mess- und Abstimmungsarbeit. Bereits kleine Fehler beim Trimmen oder beim Wickeln der Spulen können die Stabilität des gesamten Schaltkreises gefährden – im schlimmsten Fall sendet der Jammer dann überhaupt nicht oder auf völlig falschen Frequenzen. Genau diese Empfindlichkeit erklärt, warum viele DIY-Versuche scheitern, noch bevor überhaupt ein brauchbares Signal entsteht.

Welche Frequenzen zielen selbstgebaute Jammer typischerweise an?

Welche Bänder ein selbstgebauter Jammer tatsächlich lahmlegt, hängt entscheidend davon ab, wofür er überhaupt gedacht ist – und spätestens hier wird es für Bastler unübersichtlich. Je nach Gerätetyp liegen die Zielspektren nämlich weit auseinander. Wer Mobilfunk ausschalten will, muss sich mit den regional unterschiedlichen Frequenzen herumschlagen: 700 MHz, 800 MHz, 900 MHz, 1800 MHz, 1900 MHz und 2100 MHz sind da die üblichen Bereiche. Bei GPS-Empfängern liegt der kritische Punkt bei 1575 MHz, WLAN-Geräte setzen dagegen auf 2,4 GHz und 5 GHz. Drohnenjammer gehen noch einen Schritt weiter: Sie decken zusätzlich 433 MHz und 900 MHz ab, über die kommerzielle und selbstgebaute Steuerlinks laufen, dazu 1,2 GHz und 1,5 GHz für Videoübertragung und Telemetrie sowie 2,4 GHz und 5,8 GHz für DJI- und die meisten anderen kommerziellen Drohnen. Und dann wären da noch die GNSS-Bänder von GPS, GLONASS, Galileo und BeiDou – ein Spektrum, das ziemlich schnell klarmacht, warum ein einzelner selbstgebauter Jammer kaum alle relevanten Frequenzen sauber abdecken kann.

Ein einzelner selbstgebauter Schaltkreis deckt in der Regel nur ein schmales Frequenzband ab – und technisch lässt sich das auch kaum anders lösen, denn ein simpler Oszillator mit Verstärker lässt sich nun einmal auf eine bestimmte Resonanzfrequenz abstimmen und nicht auf das gesamte Spektrum. Wer also mehrere Dienste gleichzeitig stören möchte, kommt mit einem einzigen Modul nicht weit: Entweder betreibt man mehrere Baugruppen parallel, von denen jede ihr eigenes Band abdeckt, oder man greift gleich zu einem Breitbandgerät, das konstruktiv auf mehrere Frequenzbereiche ausgelegt ist. Genau an diesem Punkt setzt ein verbreitetes Missverständnis an. Viele Bastler glauben, ein DIY-Jammer lege „einfach alles“ lahm, doch die Praxis sieht anders aus: Ein einfacher Aufbau wirkt häufig nur gegen ausgewählte Bänder und damit auch nur gegen bestimmte Mobilfunkanbieter – und das oft genug bloß in einem begrenzten Radius von wenigen Metern. Breitbandige Full-Spectrum-Geräte verhalten sich da grundlegend anders: Sie blockieren mehrere Bänder gleichzeitig, was die Störwirkung spürbar erhöht, im Gegenzug aber auch das Risiko für völlig unbeteiligte Kommunikation deutlich vergrößert. Wer hier nicht genau weiß, was er tut, stört schnell mehr als nur das gewünschte Ziel.

Jammer-Typ Abgedeckte Bänder Typische Reichweite Risiko für unbeteiligte Kommunikation
Einfacher DIY-Jammer (Einzelmodul) ein schmales Band, z. B. 450 MHz oder ein GSM-Bereich ca. 5–10 m, mit 2-m-Antenne etwa 10–15 m gering bis mittel, da nur einzelne Bänder betroffen sind
Mehrere DIY-Module parallel mehrere gezielt abgestimmte Bänder je Modul begrenzt, Summe räumlich schwer kontrollierbar mittel, da sich Störungen überlagern können
Full-Spectrum-Jammer (Breitband) mehrere Bänder gleichzeitig, z. B. Mobilfunk, WiFi, GPS je nach Modell deutlich größer, stationär teils weitreichend hoch, da auch Notfall-, Navigations- und Infrastrukturfunk betroffen sein kann

Rechtliche Risiken: FCC-Regeln und Strafen beim Jamming

In den USA ist Betrieb, Vertrieb oder Verkauf von Jamming-Geräten nach Bundesrecht schlicht verboten, ohne Ausnahme für Privatpersonen. Die FCC macht in ihrer Jammer Enforcement Policy ziemlich unmissverständlich klar: Jedes Gerät, das autorisierte Funkkommunikation blockiert, stört oder beeinträchtigt, ist unzulässig, egal ob Handy-, WLAN- oder GPS-Störsender. Die rechtliche Grundlage bildet der Communications Act von 1934, genauer gesagt 47 U.S.C. 301, 302a und 333. Wer dagegen verstößt, riskiert Bußgelder von bis zu 112.500 US-Dollar pro Vorfall, und zwar nicht nur einmalig, sondern bei jedem einzelnen Verstoß, sodass sich die Summen schnell summieren können. Dazu kommt die Möglichkeit strafrechtlicher Verfolgung, im Extremfall mit Gefängnisstrafe. Wichtig ist dabei: Wer einen Jammer selbst baut und betreibt, unterliegt grundsätzlich denselben Regeln wie jemand, der ein fertiges Gerät kauft. Der Selbstbau ist also kein Schlupfloch, im Gegenteil, die Behörden bewerten ihn oft sogar als besonders schwerwiegend, weil Leistung und abgestrahlte Frequenzen kaum kontrollierbar sind.

Auch bei den Förderprogrammen ist das Thema längst angekommen. Das FEMA C-UAS Grant Program etwa macht unmissverständlich klar, dass sich mit Fördermitteln keine Waffen anschaffen lassen – Geld für Abwehrequipment fließt ausschließlich an zertifizierte Strafverfolgungsbeamte. Der SAFER SKIES Act wiederum, der im Rahmen des FY2026 NDAA auf den Weg gebracht wurde, erlaubt staatlichen und lokalen Polizeibehörden den Einsatz erst, nachdem sie eine Schulung am National Counter-UAS Training Center des FBI in Huntsville, Alabama, durchlaufen haben. Darüber hinaus nennt das Gesetz die Sicherheitsbehörden von Justizvollzugsanstalten sowie jene Stellen, die NSSEs und nach SEAR eingestufte Veranstaltungen wie die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 absichern.

Das Department of Defense und die Militäreinrichtungen dürfen nach Title 10 bereits jetzt jammern – die JIATF-401-Guidance hat das im Januar 2026 sogar noch ausgeweitet. Gleiches gilt für das DHS mit CBP und Secret Service, das DOJ mit dem FBI, das Department of Energy beim Schutz von Nuklearanlagen sowie die Coast Guard für die maritime Sicherheit. Private Unternehmen ohne direkte Bundesermächtigung fallen dagegen raus – und damit auch einzelne Grundstückseigentümer oder private Sicherheitsfirmen, es sei denn, eine autorisierte Behörde hat sie ausdrücklich beauftragt. Genau diese klare Trennung macht die Antwort auf die Frage, ob es illegal ist, einen Signaljammer zu bauen, in den USA so eindeutig: Ja.

Sicherheits- und Interferenzrisiken selbstgebauter Jammer

Das eigentliche Problem ist nicht einmal die Illegalität – es ist die Reichweite der Störung. Wer sich so einen Jammer selbst zusammenlötet, unterschätzt meist, dass Funkfrequenzen niemandem allein gehören. Dieselben Bänder, auf denen Drohnen, Handys und GPS unterwegs sind, tragen nämlich auch WLAN, Bluetooth, Mobilfunk und Flugnavigation. Ein einziger Störsender kann also mehrere dieser Dienste gleichzeitig lahmlegen. Und anders als ein gezielter Angriff, der sauber auf eine schmale Frequenz abgestimmt ist, sendet ein unsachgemäß betriebener Jammer breit und völlig unkontrolliert. Die Folge: Die Notfallkommunikation bricht womöglich zusammen, Flugzeuge in der Nähe werden beeinträchtigt, und die drahtlose Infrastruktur kann über ein großes Gebiet ausfallen. Was im eigenen Garten als harmloses Experiment beginnt, trifft dann plötzlich Polizei-, Rettungs- und Flugfunk – mit Konsequenzen, die weit über den ursprünglichen Zweck hinausgehen.

Gestörter DienstTypische FrequenzMögliche Folge
Mobilfunk700–2100 MHzKeine Notrufe, keine Erreichbarkeit
WLAN / Bluetooth2,4 GHz / 5 GHzAusfall lokaler Netzwerke und Geräte
GPS / GNSS1575 MHzNavigationsausfall, Positionsfehler
Flugnavigation1,2 GHz / 1,5 GHzStörung von Flugverkehrssystemen

Hinzu kommt die begrenzte technische Kontrolle. Selbstgebaute Jammer blockieren oft nur bestimmte Frequenzbänder und Mobilfunkanbieter in einem begrenzten Umkreis. Die Forschung empfiehlt ausdrücklich weitere und tiefere Untersuchungen, um ausgefeiltere Störgeräte zu entwickeln, die andere Kommunikation nicht beeinträchtigen. Dass die Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern von Handyjammern wissenschaftlich untersucht wurde, zeigt eine Arbeit von Shojaeifard aus dem Jahr 2018, die 17 Mal zitiert wurde. Für Bastler bedeutet das: Die gesundheitlichen und sicherheitstechnischen Langzeitfolgen sind nicht abschließend geklärt.

Technische Grenzen von DIY-HF-Jammer-Schaltungen

Die Reichweite einfacher Schaltungen ist überschaubar. Ein simpler Jammer-Schaltkreis stört HF-Signale zwischen 5 und 10 Metern. Eine 2-Meter-Antenne erweitert die Reichweite auf etwa 10 bis 15 Meter. Längere Antennen erhöhen zwar die Reichweite, steigern aber auch das Risiko, fremde Kommunikation in der Umgebung zu beeinträchtigen. Ideal ausgelegte HF-Jamming-Ausrüstung arbeitet mit 22-pF-Trimmern und deckt 50 MHz bis 1 GHz ab; erzwingt man den Betrieb ab 500 MHz, sind Stabilitätsprobleme wahrscheinlich.

Ein Handy-Jammer-Schaltkreis ist kein einzelnes Bauteil, sondern ein Zusammenspiel aus drei Funktionsblöcken: einem HF-Verstärker, der das Störsignal auf die gewünschte Leistung bringt, einem spannungsgesteuerten Oszillator (VCO), der die Trägerfrequenz erzeugt, und einem Tuning-Schaltkreis, mit dem sich diese Frequenz präzise einstellen lässt. Erst wenn alle drei Teile sauber aufeinander abgestimmt sind, lässt sich ein bestimmtes Band gezielt überlagern, statt nur ein diffuses Rauschen abzustrahlen. In der Praxis entscheidet dabei weniger die Grundidee als die Feinabstimmung über den Erfolg: Schon kleine Abweichungen bei Spulenwindungen, Kondensatorwerten oder Versorgungsspannung verschieben die Resonanz und damit die Wirkung. Die folgende Übersicht fasst typische technische Eckdaten zusammen.

Vergleich: Drohnenjammer, tragbare und stationäre Geräte

Drohnenjammer-Gewehre arbeiten mit einer stark gebündelten Abstrahlung: Der Kegel, in dem die Störsignale wirken, liegt typischerweise bei etwa 15 bis 30 Grad. Das klingt zunächst unspektakulär, erklärt aber, warum solche Geräte eher wie ein gezieltes Werkzeug denn wie eine flächige Störquelle funktionieren. Schwere Modelle erreichen damit noch aus einer Entfernung von fast einer Meile ihr Ziel, also aus rund 1,6 Kilometern. Wer es weniger punktuell braucht, setzt auf Smart Jamming: Hier kommen Richtantennen und eine selektive Ansteuerung einzelner Frequenzbänder zum Einsatz, sodass sich Störungen präziser setzen lassen. Ein solches System kann laut den Herstellerangaben eine 360-Grad-Abdeckung bis zu 1,9 Meilen bieten, also deutlich mehr Fläche abdecken als ein handgehaltenes Jammer-Gewehr. Im direkten Vergleich zu Netzen oder dem Abschuss einer Drohne haben Drohnenjammer einen entscheidenden Vorteil: Sie zerstören das UAV nicht, sondern unterbrechen nur die Steuerungs- und Telemetrieverbindung. Deshalb gelten sie in der Drohnenabwehr als bevorzugte und sicherste Methode, um entlaufene oder unerlaubt fliegende UAVs unter Kontrolle zu bringen – vorausgesetzt, der Einsatz ist rechtlich überhaupt zulässig.

Tragbare Jammer sind kompakt, batteriebetrieben und reichweitenbegrenzt. Stationäre Jammer sind robuster, leistungsstärker und für größere Flächen ausgelegt. Drohnenjammer zielen nur auf Drohnenfrequenzen, um Störungen zu minimieren, während Breitband-Full-Spectrum-Jammer mehrere Bänder gleichzeitig blockieren. Diese Unterschiede bestimmen, welches Gerät für welchen Zweck überhaupt in Frage kommt – und erklären, warum der Selbstbau meist an den technischen und rechtlichen Grenzen scheitert.

Wer darf Jamming-Ausrüstung legal betreiben?

Die Liste der autorisierten Stellen ist kurz und klar umrissen. Nach bestehendem Bundesrecht dürfen das Department of Defense und Militäreinrichtungen nach Title 10 stören, erweitert durch JIATF-401-Guidance im Januar 2026. Das DHS einschließlich CBP und Secret Service, das DOJ einschließlich FBI, das Department of Energy für den Schutz von Nuklearanlagen und die Coast Guard für maritime Sicherheit sind ebenfalls autorisiert. Der SAFER SKIES Act im FY2026 NDAA ergänzt staatliche und lokale Strafverfolgungsbehörden nach Schulung am FBI National Counter-UAS Training Center in Huntsville, Alabama, sowie Sicherheitsbehörden von Justizvollzugsanstalten und Agenturen zum Schutz von NSSEs und SEAR-bewerteten Veranstaltungen wie der FIFA Weltmeisterschaft 2026.

Nicht autorisiert sind private Unternehmen ohne direkte Bundesermächtigung, einzelne Grundstückseigentümer und private Sicherheitsfirmen, sofern sie nicht von einer autorisierten Behörde beauftragt wurden. Wer als Privatperson einen selbstgebauten Jammer betreibt, bewegt sich damit außerhalb des legalen Rahmens – unabhängig davon, ob das Gerät nur wenige Meter weit reicht.

Markt- und Produktkontext: Preise und kommerzielle Alternativen

Signaljammer werden eingesetzt, um drahtlose Kommunikation über verschiedene Frequenzen einschließlich Mobilfunknetzen und Satellitenkommunikation zu unterbrechen; feste Jammer sind eine eigene Kategorie, wie eine Marktanalyse von Technavio aus dem Jahr 2024 zeigt. Kommerzielle Geräte sind frei käuflich, ihr Betrieb bleibt in den USA dennoch illegal. Die folgende Tabelle nennt Beispielpreise aus dem Marktumfeld.

Häufige Fragen zu selbstgebauten Signaljammern

Die folgenden Fragen greifen die häufigsten Suchanliegen rund um Legalität, Frequenzen, Reichweite und Gefahren auf und beantworten sie kompakt.

Fazit: Warum der Selbstbau selten eine gute Idee ist

Die Kombination aus klarer Rechtslage, unkontrollierbarer Störwirkung und begrenzter Technik macht den selbstgebauten Signaljammer zu einem riskanten Projekt. Schon ein einfacher Schaltkreis mit 5 bis 10 Metern Reichweite kann fremde Kommunikation beeinträchtigen, und mit einer 2-Meter-Antenne steigt die Reichweite auf 10 bis 15 Meter – mitten hinein in WLAN, Bluetooth und möglicherweise Notfunk. Wer Drohnen abwehren will, sollte auf autorisierte Stellen setzen, statt selbst zu stören.

Für Bastler bleibt der technische Reiz nachvollziehbar: Oszillator, Verstärker und Tuning-Schaltkreis lassen sich auf dem Papier erklären, und Bauanleitungen mit 22-pF-Trimmern, Paraffinwachs und 450-MHz-Tuning existieren. Doch die FCC-Regeln, Bußgelder bis 112.500 US-Dollar pro Vorfall und die mögliche strafrechtliche Verfolgung machen aus dem Hobby ein rechtliches Risiko. Wer sich für Funktechnik interessiert, findet in Empfängern, SDR-Hardware und Antennenbau legale Alternativen mit ähnlichem Lernwert.

Die zentrale Erkenntnis lautet: Nicht die Frage, ob ein Jammer technisch funktioniert, ist entscheidend, sondern ob sein Betrieb andere schädigt. Da dieselben Frequenzen von Mobilfunk, WLAN, Bluetooth und Flugnavigation genutzt werden, ist die Störung Dritter praktisch vorprogrammiert. Autorisiertes Jamming bleibt Behörden vorbehalten, die nachweislich geschult und rechtlich mandatiert sind.

Wer darf in den USA Jamming-Ausrüstung betreiben?

Die folgende Übersicht ordnet die wichtigsten Akteure ein und zeigt, wer nach Bundesrecht stören darf und wer nicht.

Technische Eckdaten selbstgebauter Jammer im Überblick

Die Tabelle fasst typische Werte zusammen, die in Bauanleitungen und Projektbeschreibungen genannt werden. Sie zeigt, wie begrenzt die Leistungsfähigkeit einfacher DIY-Aufbauten tatsächlich ist.

Beispielpreise kommerzieller Jammer

Die Preise stammen aus dem kommerziellen Marktumfeld und dienen nur der Orientierung. Der Besitz ist in den USA nicht automatisch strafbar, der Betrieb dagegen schon.

Warum selbstgebaute Jammer über die Illegalität hinaus gefährlich sind

Die gleichen Frequenzen, die Drohnen, Handys und GPS nutzen, teilen sich WLAN, Bluetooth, Mobilfunknetze und Flugnavigation. Ein unsachgemäß aufgestellter Jammer kann Notfallkommunikation stören, Flugzeuge in der Nähe beeinträchtigen und drahtlose Infrastruktur über ein großes Gebiet ausfallen lassen. Diese Reichweite macht den Unterschied zwischen einem Bastelprojekt und einem Sicherheitsrisiko aus.

Wie weit reicht ein selbstgebauter HF-Jammer?

Ein einfacher DIY-Jammer-Schaltkreis stört HF-Signale zwischen 5 und 10 Metern. Eine 2-Meter-Antenne erweitert die Reichweite auf etwa 10 bis 15 Meter. Längere Antennen erhöhen die Reichweite, steigern aber auch das Risiko, fremde Kommunikation in der Umgebung zu beeinträchtigen. Die tatsächliche Reichweite hängt stark von Antenne, Umgebung und Leistung ab.

Welche Frequenzen zielen selbstgebaute Jammer an?

DIY-Aufbauten zielen häufig auf Mobilfunkbänder von 700 MHz bis 2100 MHz, GPS bei 1575 MHz, WLAN bei 2,4 GHz und 5 GHz sowie Drohnensteuerlinks bei 433 MHz, 900 MHz, 1,2 GHz, 1,5 GHz, 2,4 GHz und 5,8 GHz. Ein einzelner selbstgebauter Schaltkreis deckt oft nur ein schmales Band ab und stört damit nur einen Teil der Geräte in Reichweite.

Häufig gestellte Fragen zu selbstgebauten Signaljammern

Ist es illegal, einen selbstgebauten Signaljammer zu bauen oder zu benutzen?

In den Vereinigten Staaten ja. Nach dem Communications Act von 1934 in den Paragrafen 47 U.S.C. 301, 302a und 333 verbietet die FCC den Betrieb, Vertrieb oder Verkauf von Geräten, die autorisierte Funkkommunikation blockieren, stören oder beeinträchtigen. Verstöße können mit Bußgeldern von bis zu 112.500 US-Dollar pro Vorfall und potenzieller strafrechtlicher Verfolgung geahndet werden.

Welche Frequenzen zielen selbstgebaute Jammer üblicherweise an?

DIY-Aufbauten zielen häufig auf Mobilfunkbänder von 700 MHz bis 2100 MHz, GPS bei 1575 MHz, WLAN bei 2,4 GHz und 5 GHz sowie Drohnensteuerlinks bei 433 MHz, 900 MHz, 1,2 GHz, 1,5 GHz, 2,4 GHz und 5,8 GHz. Ein einzelner selbstgebauter Schaltkreis deckt oft nur ein schmales Band ab und wirkt daher nur begrenzt.

Wie weit reicht ein selbstgebauter HF-Jammer?

Ein einfacher DIY-Jammer-Schaltkreis stört HF-Signale zwischen 5 und 10 Metern. Eine 2-Meter-Antenne erweitert die Reichweite auf etwa 10 bis 15 Meter. Längere Antennen erhöhen die Reichweite, steigern aber auch das Risiko, fremde Kommunikation in der Umgebung zu beeinträchtigen.

Warum sind selbstgebaute Jammer über die Illegalität hinaus gefährlich?

Die gleichen Frequenzen, die Drohnen, Handys und GPS nutzen, teilen sich WLAN, Bluetooth, Mobilfunknetze und Flugnavigation. Ein unsachgemäß aufgestellter Jammer kann Notfallkommunikation stören, Flugzeuge in der Nähe beeinträchtigen und drahtlose Infrastruktur über ein großes Gebiet ausfallen lassen – mit potenziell schwerwiegenden Folgen.