Richtantennen bündeln die Störleistung eines Signal Jammers in eine Hauptrichtung und erhöhen dort die effektive Reichweite deutlich, während seitliche und rückwärtige Abstrahlung stark abfallen. Dieser Leitfaden erklärt Technik, Kennzahlen, Produktbeispiele und die rechtlichen Grenzen.

Was ist ein Signal Jammer mit Richtantenne?

Ein Signal Jammer mit Richtantenne ist im Kern ein Störsender, dessen Sendeleistung nicht in alle Himmelsrichtungen geht, sondern über eine gerichtete Antenne – in der Regel eine Panel-, Sektor- oder Patch-Antenne – gezielt in einen festgelegten Winkelbereich abgestrahlt wird. Das Signal wird also in der Hauptkeule (Main Lobe) gebündelt, statt rundum gleichmäßig zu strahlen, und deckt auf der horizontalen Ebene nur einen bestimmten Öffnungswinkel ab. Genau diese Bündelung macht den Unterschied zum omnidirektionalen Störsender, der 360 Grad gleichmäßig abdeckt.

Ein Störsystem besteht technisch gesehen aus drei Kernkomponenten: der Stromversorgung, einem Frequenzgenerator und den Antennen, die das Störsignal letztlich abstrahlen. Beim Richtfunk-Jamming, also dem Stören mit einer Richtantenne, wird diese Energie gezielt in eine einzige Richtung gebündelt. Die Folge: Entlang der Hauptkeule steigt die Störstärke deutlich an, während seitliche und rückwärtige Bereiche nahezu ungestört bleiben oder nur ein sehr schwaches Signal abbekommen. Genau darin liegt der entscheidende Unterschied zur Rundstrahlantenne, die ihre Leistung gleichmäßig in alle Himmelsrichtungen verteilt. Praktisch bedeutet das: Wer sein Zielgebiet klar eingrenzen kann, erreicht mit derselben Sendeleistung eine spürbar größere Distanz nach vorn – die verfügbare Energie wird schließlich nicht im Kreis verschwendet, sondern dort konzentriert, wo sie wirken soll.

Wer sich mit Störsendern beschäftigt, stößt schnell auf eine ganze Begriffsfamilie: Richtantenne, Panelantenne, Sektorantenne, Patch-Panel-Antenne, Richtfunk-Störantenne oder auch Plate Signal Jammer Antenna. Hinter all diesen Bezeichnungen steckt dasselbe Prinzip – eine Antenne mit gerichteter Abstrahlcharakteristik. Anders als eine Rundstrahlantenne, die ihre Energie gleichmäßig in alle Himmelsrichtungen verteilt, bündelt sie den Störimpuls wie ein Scheinwerfer in einen bestimmten Winkelbereich. Genau diese Bündelung ist der Grund, warum Richtantennen in der Praxis oft deutlich weiter stören als ihre rundstrahlenden Pendants, dafür aber seitlich und hinter sich kaum noch Wirkung entfalten. Für die Auswahl des passenden Modells ist deshalb vor allem eines entscheidend: Hat das Einsatzszenario eine klar erkennbare Hauptrichtung, in die gestört werden soll, oder müssen mehrere Ziele abgedeckt werden, die in unterschiedliche Richtungen verteilt liegen? Je nach Antwort fällt die Wahl auf eine gerichtete oder eine omnidirektionale Lösung.

Wie erhöht eine Richtantenne die Störreichweite?

Richtantennen können die effektive Stördistanz in Richtung der Hauptkeule deutlich erhöhen. Der entscheidende Punkt dabei ist der Antennengewinn: Die verfügbare Sendeleistung wird nämlich nicht gleichmäßig in alle 360 Grad abgestrahlt, sondern auf einen deutlich schmaleren Winkelbereich gebündelt. Das hat zur Folge, dass die Strahlungsdichte in der Zielrichtung spürbar zunimmt – im Gegenzug sinken die Reichweiten nach hinten und zur Seite jedoch drastisch, häufig auf nur einen Bruchteil der Vorwärtsreichweite.

Wie stark dieser Effekt ausfällt, hängt vor allem von drei Faktoren ab: dem Antennengewinn (in dBi), der Strahlbreite und der Sendeleistung. Der Gewinn gibt an, wie stark eine Antenne die abgegebene Energie bündelt – vereinfacht gesagt, wie viel Sendeleistung sie in eine bestimmte Richtung „drückt“. Vergleicht man eine Richtantenne mit 16 ± 1 dBi mit einer typischen Rundstrahlantenne, die auf 3 bis 5 dBi kommt, ergibt sich ein Unterschied von etwa 11 bis 13 dB. Das wirkt zunächst wie eine abstrakte Zahl, bedeutet in der Praxis aber eine deutlich höhere Feldstärke entlang der Hauptkeule – und damit auch eine größere effektive Reichweite. Dazu kommt die Strahlbreite: Sie legt fest, wie schmal oder breit der abgedeckte Winkelbereich ist. Eine horizontale Keulenbreite von 100 ± 5° bei nur 15 ± 3° vertikaler Breite sorgt dafür, dass die Energie gebündelt nach vorn abgestrahlt wird, anstatt sich im Kreis zu verteilen. Je nach System verschiebt sich die nutzbare Störgrenze dadurch in der Praxis um mehrere hundert Meter – bei leistungsstarken Aufbauten sogar um Kilometer. Genau diese Bündelung macht Richtantennen überall dort interessant, wo eine klare Zielrichtung vorgegeben ist.

Dieser Nachteil gehört von vornherein mitgedacht: Was man in Hauptstrahlrichtung gewinnt, zahlt man seitlich und hinter der Antenne. Ein Richtantennen-Jammer funktioniert deshalb nicht wie ein Flächenstrahler, der die ganze Umgebung gleichmäßig „dichtmacht", sondern eher wie ein Scheinwerfer – er bündelt seine Energie auf einen bestimmten Winkelbereich, bei einer Panelantenne sind das typischerweise 100±5° horizontal und 15±3° vertikal. Alles außerhalb dieses Kegels bleibt praktisch unbeleuchtet, die Störleistung fällt dort nahezu auf null. Wer also rundum abschirmen will, hat zwei Optionen: entweder mehrere Richtantennen unterschiedlich ausrichten und die Lücken so nach und nach schließen, oder direkt zu einer omnidirektionalen Lösung greifen, die 360° in der Horizontalebene abdeckt. Genau diese Entscheidung bestimmt am Ende, welche Reichweite und welche Abdeckungsform ein Störsystem wirklich erreicht – und nicht etwa allein die Sendeleistung oder der Verstärkungsfaktor.

Richtantenne oder Rundstrahlantenne: Was passt besser?

Der wichtigste Unterschied zwischen beiden Antennentypen liegt in der Abdeckungsgeometrie – also darin, wie sich die Störenergie im Raum verteilt. Eine Richtantenne, häufig als Panel-, Sektor- oder Patchantenne ausgeführt, bündelt ihre Sendeleistung in eine einzige Hauptrichtung und schirmt dort einen bestimmten Winkelbereich auf der horizontalen Ebene ab. Innerhalb dieses Kegels – bei vielen Modellen sind das rund 100 Grad horizontal und nur etwa 15 Grad vertikal – konzentriert sich die Störwirkung, und sie reicht deutlich weiter als bei einer vergleichbaren Rundstrahllösung. In alle anderen Richtungen geht dagegen kaum Energie, entsprechend bleibt es dort nahezu störungsfrei; seitlich und hinter der Antenne fällt die Reichweite spürbar ab. Eine Rundstrahlantenne (Omnidirectional) verteilt ihr Signal dagegen gleichmäßig über die vollen 360 Grad auf der horizontalen Ebene. Sie bietet sich deshalb vor allem dann an, wenn mehrere Zielbereiche in unterschiedlichen Himmelsrichtungen gleichzeitig abgedeckt werden sollen – etwa ein weitläufiges Gelände mit mehreren Zugängen. Hat man dagegen nur einen einzigen, klar definierten Bereich im Blick, ist man mit einer Richtantenne in der Regel effizienter unterwegs, weil die verfügbare Leistung nicht in ungenutzte Richtungen fließt.

Merkmal Richtantenne Rundstrahlantenne (Omnidirectional)
Abdeckung horizontal bestimmter Winkelbereich (z. B. 100 ± 5°) 360° gleichmäßig
Abdeckung vertikal schmal (z. B. 15 ± 3°) typisch breiter gefächert
Störreichweite in Hauptrichtung deutlich höher geringer, dafür allseitig
Seiten- und Rückwärtswirkung stark reduziert gleichmäßig vorhanden
Geeignet für einen konzentrierten Zielbereich mehrere Ziele in verschiedenen Richtungen

Für die Entscheidung sind vor allem drei Dinge ausschlaggebend: das konkrete Einsatzszenario, die Umgebung und die möglichen Nebenwirkungen. Wer beispielsweise nur einen einzelnen Bereich in einer bestimmten Himmelsrichtung abschirmen möchte, fährt mit einer Richtantenne meist besser, denn sie bündelt die Sendeleistung im Hauptkeulenbereich und erhöht dort die effektive Störreichweite deutlich. Seitlich und hinter der Antenne fällt die Störwirkung dagegen stark ab – das reduziert unbeabsichtigte Störungen in der Umgebung, bringt aber auch Nachteile mit sich: Richtantennen sind größer, lassen sich schwerer tarnen und bieten bei fahrzeuggebundenem Einsatz eine große Windangriffsfläche, was die Windlast bei hoher Geschwindigkeit spürbar erhöht. Rundstrahlantennen sind dagegen kompakter und einfacher zu montieren, liefern dafür aber keine gerichtete Reichweitenverstärkung – ihre Schutzwirkung verteilt sich gleichmäßig über 360° auf der horizontalen Ebene. Wer also mehrere Ziele in unterschiedlichen Richtungen abdecken muss, ist mit einer Rundstrahllösung oft besser bedient; wer dagegen Reichweite und Zielgenauigkeit in eine Richtung priorisiert, sollte zur Richtantenne greifen.

Ein praktikabler Mittelweg: mehrere Richtantennen, die jeweils unterschiedliche Sektoren abdecken. Damit lässt sich ein klar definierter Bereich gezielt belegen, ohne dass gleich die ganze Umgebung gestört wird. Wer hingegen nur ein einzelnes, genau lokalisiertes Ziel absichern möchte, ist mit einer einzigen Richtantenne in der Regel besser bedient – bei gleicher Sendeleistung erzielt man so eine höhere Reichweite in die gewünschte Richtung.

Welche technischen Kennzahlen sind entscheidend?

Bei der Wahl einer Richtantenne für Störsysteme kommt es auf ein paar Kernwerte an: Gewinn, Strahlbreite, Vor-Rück-Verhältnis, VSWR, Impedanz und die maximale Belastbarkeit. Zusammen entscheiden sie darüber, wie stark das Signal gebündelt wird, wie genau die Abdeckung ausfällt und wie viel Sendeleistung die Antenne auf Dauer aushält. Dabei gilt: Ein hoher Gewinn allein bringt wenig, wenn die Strahlbreite nicht zum geplanten Einsatzgebiet passt.

Ein konkretes Referenzbeispiel ist die Rongxin-Richtantenne für Signal Jammer. Sie erreicht einen Gewinn von 16±1 dBi und arbeitet mit einem VSWR von ≤1,5 – ein Wert, der anzeigt, dass nur wenig Sendeleistung reflektiert wird und die Antenne sauber an die 50-Ohm-Eingangsimpedanz angepasst ist. Die Einzelpolarisation sowie die horizontale Strahlbreite von 100±5 Grad und die vertikale Strahlbreite von 15±3 Grad beschreiben die Form der Hauptkeule: In der Horizontalen deckt sie einen breiten Sektor ab, während sie vertikal stark gebündelt strahlt. Das Vor-Rück-Verhältnis von ≥25 dB bedeutet, dass die Energie nach hinten deutlich abfällt und Störungen in Gegenrichtung entsprechend geringer ausfallen. Mit einer maximalen Eingangsleistung von 500 Watt, bis zu 5 Ports, N-Female-Anschluss und DC-Erdung samt Blitzschutz ist die Antenne für den dauerhaften Außeneinsatz ausgelegt. Erhältlich ist sie in den Längen 60 cm, 90 cm, 120 cm und 150 cm.

KennzahlWert
Gewinn16±1 dBi
VSWR≤1,5
PolarisationEinzelpolarisation
Horizontale Strahlbreite100±5 Grad
Vertikale Strahlbreite15±3 Grad
Vor-Rück-Verhältnis≥25 dB
Eingangsimpedanz50 Ohm
Maximale Eingangsleistung500 Watt
Portsbis zu 5
AnschlussN-Female
BlitzschutzDC-Erdung
Längen60 cm, 90 cm, 120 cm, 150 cm

Zum Vergleich: Logarithmisch-periodische Antennen für 400–2000 MHz bieten rund 10 dBi, Modelle für 300–1000 MHz etwa 8 dBi. Störantennen am Markt werden teils mit bis zu 200 Watt Dauerleistung bei 100 Prozent Einschaltdauer angeboten. Für Drohnenabwehr werden Richtantennen mit 6 bis 20 dBi Gewinn und Reichweiten über 3 km genannt. Die Frequenzabdeckung reicht je nach Modell von GSM900 (870–960 MHz) über DCS1800, FDD2100, LTE 2300/2600, 2,4 GHz und 5,8 GHz WLAN bis zu 5G 3600–3800 MHz und GPS L1 (1560–1620 MHz).

Richtantenne vs. Rundstrahlantenne im direkten Vergleich

Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Unterschiede zwischen Richtantenne und Rundstrahlantenne zusammen und hilft bei der Entscheidung, welche Bauform für ein gegebenes Szenario geeignet ist. Wer die beiden Antennentypen direkt nebeneinander stellt, erkennt schnell, dass es weniger um „besser“ oder „schlechter“ geht als um die Frage, wohin die Störenergie überhaupt gelenkt werden soll. Eine Richtantenne bündelt die Sendeleistung in einem Hauptkeulenbereich und erzielt dort eine deutlich höhere effektive Störreichweite, während nach hinten und zur Seite kaum noch Wirkung ankommt. Eine Rundstrahlantenne verteilt dieselbe Energie gleichmäßig über 360° auf der horizontalen Ebene, deckt also mehrere Ziele in unterschiedlichen Richtungen ab, erreicht im Einzelfall aber weniger Distanz. Genau dieser Gegensatz – gerichtete Bündelung gegen flächige Abdeckung – bestimmt, welches Modell im konkreten Einsatz sinnvoller ist.

Merkmal Richtantenne Rundstrahlantenne
Abstrahlrichtung eine Richtung, definierter Winkelbereich auf der horizontalen Ebene 360° gleichmäßig auf der horizontalen Ebene
Störreichweite in Hauptkeulenrichtung deutlich erhöht gleichmäßig, aber insgesamt geringer
Neben- und Rückwärtswirkung stark reduziert vollflächig vorhanden
Baugröße und Windangriffsfläche größer, meist Panel-Bauform, hoher Windwiderstand bei Fahrzeugen kompakter, geringere Windangriffsfläche
Typischer Einsatz konzentrierte Abdeckung in eine Richtung, z. B. Fahrzeug oder feste Installation mehrere Ziele in verschiedenen Richtungen
KriteriumRichtantenneRundstrahlantenne
AbdeckungEin Winkelbereich, gerichtet360 Grad gleichmäßig
Reichweite vorneDeutlich höherGleichmäßig, geringer
Seitlich/hintenStark reduziertVolle Abdeckung
BaugrößeGrößer, PanelformKompakter
Windlast am FahrzeugHochGeringer
NebeninterferenzenGeringerHöher

Die Tabelle macht den Grundkonflikt deutlich: Richtantennen gewinnen Reichweite und Zielgenauigkeit, verlieren aber Flexibilität und leiden unter höherer Windlast. Rundstrahlantennen punkten bei der Flächenabdeckung und der einfachen Montage, erreichen aber nicht die gerichtete Distanz. In der Praxis ist die Kombination beider Bauformen – etwa mehrere Sektorantennen mit unterschiedlicher Ausrichtung – oft die flexibelste Lösung.

Reale Produktbeispiele und ihre Reichweiten

Konkrete Systeme zeigen, welche Leistungsklassen am Markt verfügbar sind. Der CT-3060-OEA Outdoor Jammer bietet bis zu 8 Bänder, insgesamt 135 Watt (6 Bänder) oder 139 Watt (8 Bänder mit 5 GHz), einen Störradius von 100 bis 300 Metern, sechs gerichtete 90-Grad-Antennen, Abmessungen von 520 x 340 x 200 mm, 22 kg Gewicht, Betrieb mit AC 110 V oder 220–240 V sowie DC 27 V, Dauerbetrieb ohne Zeitlimit und ein Jahr Garantie.

Der CT-4001P Portable GPS Directional Jammer ist ein tragbares Richtsystem mit maximal 34 Watt, vier HF-Modulen und Abdeckung von GPS L1–L5, Glonass, BeiDou und Galileo. Der Störradius liegt bei 500 bis 1200 Metern, der eingebaute Akku hält 80 Minuten, die Abmessungen betragen 260 x 260 x 70 mm, das Gewicht 2,7 kg, der Betriebstemperaturbereich reicht von -20 bis +60 Grad Celsius, die Garantie beträgt zwei Jahre. Der Preis lag bei 1.900,00 US-Dollar, reduziert auf 1.850,00 US-Dollar.

Die Banddetails des CT-4001P: 1570–1620 MHz für GPS L1, Glonass L1, Galileo E1 und BeiDou B1 mit 10 Watt; 1220–1260 MHz für GPS L2, Glonass L2, BeiDou B3 und Galileo E6 mit 8 Watt; 1370–1380 MHz für GPS L3 und L4 mit 8 Watt; 1170–1180 MHz für GPS L5, BeiDou B2 und Galileo E5/E5A/E5B mit 8 Watt. Im Markt für 16-Kanal-Jammer halten 16-Kanal-Systeme einen Anteil von 32 Prozent, tragbare 16-Antennen-Einheiten wachsen mit 9,4 Prozent CAGR, das Segment der Drohnenabwehr mit 9,2 Prozent. Typische Leistungen liegen bei 1 bis 3 Watt pro Kanal (über 40 Watt gesamt) mit einem Störradius von 2 bis 25 Metern. Der globale Signal-Jammer-Markt wurde 2025 auf etwa 2,85 bis 4,61 Milliarden US-Dollar geschätzt und soll bis 2034 auf 4,64 bis 9,27 Milliarden US-Dollar wachsen, bei einer CAGR von 7,2 bis 8,1 Prozent.

Vor- und Nachteile beim fahrzeuggebundenen Einsatz

Fahrzeugmontierte Richtantennen bieten klare Vorteile: Sie bündeln die Störenergie auf ein Ziel und reduzieren unbeabsichtigte Interferenzen in der Umgebung. Für mobile Kontrollpunkte, Begleitfahrzeuge oder taktische Einheiten ist das ein entscheidender Pluspunkt, weil die Störwirkung genau dorthin gelenkt wird, wo sie gebraucht wird – bei gleichzeitig höherer Reichweite in dieser Richtung.

Die Nachteile liegen in der Mechanik und Aerodynamik. Richtantennen sind physisch größer, lassen sich schlechter am Fahrzeug tarnen und können bei Erschütterungen umfallen. Da es sich überwiegend um Panel-Bauformen handelt, entsteht eine große windangreifende Fläche, die bei hoher Geschwindigkeit den Luftwiderstand erhöht und hohe Anforderungen an die Befestigung stellt.

Wer Richtantennen mobil nutzt, sollte daher stabile Halterungen, geeignete Kabelwege und ausreichende Verstärkungen einplanen. Alternativ können kompaktere Rundstrahlantennen oder mehrere kleinere Sektorantennen zum Einsatz kommen. Die Wahl hängt vom Fahrzeug, der Geschwindigkeit und dem gewünschten Abdeckungsprofil ab – eine pauschale Empfehlung gibt es nicht.

Auswahlhilfe: Wann welche Antenne?

Die Auswahl folgt einer einfachen Regel: Konzentriert sich die Abdeckung auf eine Richtung, ist ein Richtantennen-Jammer die bessere Wahl. Verteilen sich mehrere Zielbereiche auf unterschiedliche Richtungen, empfiehlt sich ein omnidirektionaler Störsender. Wer beides braucht, kombiniert mehrere gerichtete Antennen mit unterschiedlicher Ausrichtung oder ergänzt ein Richtsystem um eine Rundstrahlkomponente.

Neben der Abdeckung spielen Frequenzband, zulässige Sendeleistung, Antennengewinn und Montagesituation eine Rolle. Für feste Installationen an Masten oder Gebäuden sind große Panelantennen mit hohem Gewinn sinnvoll; für mobile oder temporäre Einsätze zählen Gewicht, Windlast und schnelle Montage. Die Antennenauswahl bestimmt damit unmittelbar, wie flexibel ein Störsystem eingesetzt werden kann.

Typische Anwendungsfelder sind drahtlose Internetdienstanbieter, Mobilfunknetze, verteilte Antennensysteme, ländliche und kommunale Konnektivität, Unternehmens- und Campusnetze, Industrie- und Bergbauanwendungen, Basisstationsabdeckung sowie öffentliche Sicherheit. Im militärischen Bereich kommen Manpack-, Fahrzeug-, taktische und Basisstationsantennen für Funküberwachung und Signalstörung zum Einsatz, ebenso in Anti-Drohnen- und Counter-UAS-Systemen.

Rechtliche Grenzen und Compliance

Signalstörung ist in vielen Ländern illegal. Störsender sind für zivile Nutzer in zahlreichen Staaten streng reguliert oder verboten, darunter die Vereinigten Staaten (FCC), Kanada und die Europäische Union. In der EU ist der Einsatz in der Regel auf Regierungs-, Militär- und autorisierte Organisationen der öffentlichen Sicherheit beschränkt.

Wer ein solches System erwirbt oder betreibt, muss die nationalen Vorschriften kennen und beachten. Der Besitz allein kann bereits strafbar sein, selbst wenn das Gerät nicht aktiv betrieben wird. In Deutschland und vielen anderen EU-Staaten ist der Betrieb ohne behördliche Genehmigung untersagt, weil er Funkdienste, Mobilfunk und sicherheitsrelevante Kommunikation beeinträchtigen kann.

Vor jedem Einsatz steht daher die rechtliche Prüfung. Zulässige Anwendungen liegen typischerweise im behördlichen, militärischen oder autorisierten Sicherheitsbereich. Für private oder gewerbliche Nutzer ist der Betrieb in der Regel nicht gestattet. Hersteller und Händler weisen darauf hin, dass die Verantwortung für die Einhaltung der lokalen Gesetze beim Betreiber liegt.

Häufige Fragen zu Richtantennen-Jammern

Die folgenden Fragen tauchen bei der Recherche zu Signal Jammern mit Richtantenne besonders häufig auf. Die Antworten fassen die wichtigsten Punkte zusammen und ergänzen die Angaben aus den vorherigen Abschnitten.

FrageKurzantwort
Hauptvorteil einer Richtantenne?Höhere Reichweite in Hauptrichtung, weniger Nebeninterferenzen
Unterschied zur Rundstrahlantenne?Gerichtete Abdeckung statt 360 Grad
Typische Kennzahlen?16±1 dBi, 100±5 Grad horizontal, VSWR ≤1,5
Nachteil am Fahrzeug?Größer, schwerer zu tarnen, hohe Windlast

Häufige Fragen zu Richtantennen-Jammern

Was ist der Hauptvorteil einer Richtantenne an einem Signal Jammer?

Eine Richtantenne bündelt das Störsignal in der Hauptkeule und erhöht dadurch die effektive Stördistanz in dieser Richtung deutlich. Seitliche und rückwärtige Abdeckung fallen stark ab, sodass sich Szenarien eignen, bei denen der Zielort klar ist und unnötige Störungen der Umgebung vermieden werden sollen.

Wie unterscheidet sich eine Richtantenne von einer Rundstrahlantenne?

Richtantennen senden nur in eine Richtung und schirmen einen bestimmten Winkelbereich auf der horizontalen Ebene ab, während andere Richtungen nahezu ungestört bleiben. Rundstrahlantennen decken dagegen 360 Grad gleichmäßig ab und eignen sich, wenn mehrere Zielbereiche in unterschiedlichen Richtungen liegen.

Welche Nachteile haben Richtantennen bei fahrzeuggebundenen Jammern?

Richtantennen sind physisch größer, lassen sich am Fahrzeug schlechter tarnen und können umfallen. Da es sich meist um Panel-Bauformen handelt, entsteht eine große windangreifende Fläche, die bei hoher Geschwindigkeit den Luftwiderstand erhöht und hohe Anforderungen an die Befestigung stellt.

Welchen Gewinn und welche Strahlbreite bieten Richtantennen für Jammer typischerweise?

Eine Rongxin-Richtantenne für Signal Jammer nennt 16±1 dBi Gewinn, 100±5 Grad horizontale Strahlbreite, 15±3 Grad vertikale Strahlbreite, VSWR ≤1,5, 50 Ohm Impedanz, bis zu 500 Watt maximale Eingangsleistung und ein Vor-Rück-Verhältnis von ≥25 dB.